Mensch gegen Maschine Klingt ziemlich unsportlich! Roboter laufen Halbmarathon gegen Menschen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In Peking haben sich jüngst mehrere humanoide Roboter bei einem Halbmarathon mit Menschen gemessen. Folgendes kam laut dpa dabei heraus.

Humanoide Roboter gelten als Zukunft in einer Industrie, die nach Fachkräften ringt. Jetzt wurde in Peking ein Halbmarathon zelebriert, in dem Humanoide gegen Menschen antraten. Das Ergebnis war allerdings eher enttäuschend. Dennoch hatte die Aktion laut Experten einen Sinn ...(Bild:  dpa)
Humanoide Roboter gelten als Zukunft in einer Industrie, die nach Fachkräften ringt. Jetzt wurde in Peking ein Halbmarathon zelebriert, in dem Humanoide gegen Menschen antraten. Das Ergebnis war allerdings eher enttäuschend. Dennoch hatte die Aktion laut Experten einen Sinn ...
(Bild: dpa)

Die 21,0975 Kilometer lange Laufstrecke führte durch den Pekinger Stadtteil Yizhuang. Genau 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen beteiligten sich mit ihren Robotermodellen, die unter anderem die Regel erfüllen mussten, zwei Beine zu haben, an dem Wettbewerb. Doch so manch ein Roboter blieb gleich beim Start liegen, andere liefen so langsam, als seien sie bei einem Sonntagsspaziergang. Und außer den Robotern hatten sich über 10.000 Menschen zu dem Lauf angemeldet. Absperrungen trennten die Laufstrecke der Roboter von der ihrer menschlichen Konkurrenten, wie es weiter heißt. Auch galten spezielle Regeln! Denn Ingenieure durften etwa bei ihren Hightech-Sportlern nachjustieren, die sonst nicht ans Ziel gekommen wären – immerhin gab es dafür Zeitstrafen. Wenig überraschend kam nach etwa einer Stunde elf Minuten ein Mensch und kein Roboter als Sieger an. Der schnellste Humanoid heißt Tiangong und brauchte fast die dreifache Zeit bis zum Ziel. Ein zweiter Roboter kam erst nach fast vier Stunden an. Generell teste so ein Wettbewerb einfach die Einsatztauglichkeit von humanoiden Robotern, merkt die Roboterexpertin Maren Bennewitz von der Universität Bonn dazu an.

China lässt Robotermuskeln mit Blick auf die USA spielen

Das gelte nicht nur für die Hardware, sondern auch für die Software. Bei so einem Wettbewerb sei es eine der Herausforderungen, dass der Roboter seine Umgebung, also den Untergrund sowie die anderen Wettbewerbsteilnehmer, wahrnehme und darauf reagiere. Der Halbmarathon in Peking ist ihrer Meinung nach aber eine reine PR-Aktion, um Chinas Expertise im Bereich humanoider Roboter zu demonstrieren. Der Lauf soll demnach ein Wink an den Rivalen USA sein, dem größten Roboterrivalen, wie es weiter heißt. Die US-Konkurrenz im Humanoidbereich um Figure AI, Tesla, Agility oder Boston Dynamics arbeite schließlich an komplizierten Bewegungen und an der „Denkfähigkeiten“ im Rahmen von künstlicher Intelligenz. Chinas Roboter-Player erprobten Humanoide bereits als Arbeiter in Fabriken oder Lagern. Start-ups wie Unitree, Agibot, Engine AI, Fourier oder UBTech, arbeiten dabei schon mit solchen und anderen Robotern, heißt es dazu. Und Unitree will mit dem staatlichen Autobauer Great Wall Motor bei der Integration der Robotik in der Autoindustrie zusammenarbeiten. Beide wollen in etwa in Geländewagen sogenannte Roboterhunde einbauen, die Ausrüstung transportieren können, wie Great Wall Motor mitteilt. Hundeartige Roboter sind zum Beispiel bereits ständige Begleiter chinesischer Polizisten in den Pekinger Randbezirken.

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