23.07.2024
KOHLER als wichtiger Akteur in puncto E-Mobilität
Hersteller von Komponenten für Elektromotoren setzen auf Bandzuführanlagen und Richtmaschinen von KOHLER.
Überall, wo sich in oder an modernen Kraftfahrzeugen etwas bewegt, kommen Elektromotoren zum Einsatz. Antriebe sind in der Automotive- und Zulieferindustrie gefragter denn je. Zuständig dafür, dass in den Motoren aus Elektrizität eine Bewegung entsteht, sind im Wesentlichen zwei Komponenten: Rotor und Stator.
Der entspannte Weg vom Coil zum Blechpaket
Die Herstellung von Rotoren und Statoren ist aufwändig und beinhaltet eine Vielzahl von Prozessschritten. Die Bauteile bestehen aus Elektroblech, welches als aufgewickeltes Bandmaterial an die Hersteller geliefert wird. Aus diesen Coils werden Bauteile gestanzt und in mehreren Lagen paketiert. Denn: Blechpakete erzeugen ein gleichmäßigeres und damit besser nutzbares Magnetfeld im Vergleich zu Vollmaterialien.
Absolute Präzision ist richtungsweisend
Wie exakt die Bauteile gefertigt sind, hat später großen Einfluss auf den fehlerfreien und energieeffizienten Betrieb der Motoren. Daher ist vor allem eines wichtig: absolute Präzision. Um in der Produktion reproduzierbar präzise Ergebnisse zu erzielen, setzen die Hersteller auf hochautomatisierte Fertigungslinien.
Ein wichtiger Akteur ist dabei die KOHLER Maschinenbau GmbH. Das Unternehmen mit Sitz im badischen Lahr entwickelt und produziert Bandzuführanlagen und Teilerichtmaschinen für die industrielle Blechbearbeitung. Das Richten der Blechbänder ist ein essentieller Arbeitsschritt, denn im Walzwerk und durch das Aufwickeln zu Coils entstehen Spannungen wie Krümmungen, Wölbungen und Torsionen im Material. Das erschwert zum einen die weitere Verarbeitung und beeinträchtigt zum anderen erheblich die Qualität des Endprodukts. Diese Spannungen werden durch die Richtmaschine beseitigt.
Zu diesem Zweck werden tonnenschwere Coils mit den Bändern auf eine Haspel aufgespannt. Ein automatischer Bandabzug zieht das Band in die Richtmaschine, in der bis zu 21 Walzen das Material richten – jedoch immer nur so weit, bis die jeweilige Streckgrenze erreicht ist. Das Ergebnis des Richtvorgangs ist ein ebenes und nahezu spannungsfreies Band. Dieses gelangt anschließend in eine Bandschlaufe – eine Art Puffer, um einen Start-Stopp des Bandes durch die Vorschübe an den Pressen auszugleichen.
Rotor-Stator – das magnetische Herz der Elektromobilität
Der Blick in die Zukunft ist bei Herstellern von Rotoren und Statoren von Optimismus geprägt. Neben elektrisch angetriebenen Fahrzeugen sind moderne PKW mit immer mehr Komfort- und Sicherheitsfunktionen ausgestattet, die ebenfalls oftmals Elektromotoren benötigen.