Der VDMA hat sich per Umfrage bei den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern umgehört. Demnach lässt die Stimmung sehr zu wünschen übrig.
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau leidet unter den Modalitäten, was die Genehmigungsverfahren sowie die Kosten für Schwertransporte anbelangt. Das gefährdet durchaus Klimaziele und Standortqualität. Der VDMA hat nachgefragt. Hier ist das Ergebnis ...
(Bild: Picturemaker)
Mit zunehmend großer Sorge blicken Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau auf den zeitlichen und finanziellen Aufwand, der für den Transport ihrer Güter erbracht werden muss. Insbesondere betroffen sind Hersteller von großen und schweren Gütern oder Spezialprodukten, die auf Großraum- und Schwertransporte angewiesen sind.
Eine VDMA-Umfrage unter 150 Mitgliedsunternehmen zeigt nämlich, dass über 75 Prozent der betroffenen Unternehmen unter zu hohen Genehmigungskosten für Großraum- und Schwertransporte leiden, die nicht mehr im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Kundenauftrags stehen.
Die Kosten für die Genehmigung inklusive aller zu erbringender Nachweise betragen demnach bei rund 20 Prozent der Fälle mehrere tausend Euro. Die Kostentreiber mit Blick auf die Genehmigungsverfahren sind laut Umfrage insbesondere hohe Begleitkosten, teure Sondernutzungsgebühren sowie die neue Berechnungssystematik für die statische Fahrwegprüfung (BEM-ING, Teil 3) und die damit verbundenen Auflagen. „Im Extremfall reichen sie bis in den mittleren sechsstelligen Bereich. Damit ist die Wirtschaftlichkeit vieler Transportprojekte häufig passé“, bringt es Valerie Sauermann, Fachreferentin im VDMA, auf den Punkt.
Schwertransport-Genehmigungsverfahren bremsen Maschinenbau aus
Außer den hohen Kosten beklagen satte 95 Prozent der befragten Unternehmen die Dauer der Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwertransporte. Bearbeitungszeiten von über fünf Wochen gehörten zum Alltag. Nicht ausreichende Kapazitäten bei den vielen involvierten Behörden sowie ein zu geringer Digitalisierungsgrad des Genehmigungsprozesses sind, wie der VDMA vermutet, die wahrscheinlichsten Gründe für dieses Problem. In diesem Zusammenhang erscheint eine Verfahrensflexibilisierung mit dem Ziel, die Zahl der Einzelanträge im Sinne von Behörden und Unternehmen zu minimieren.
Auch die Infrastrukturentwicklung zieht die Gesichter in die Länge
Mit Blick auf den Erhalt und die Schaffung von Infrastruktur für das Transportwesen sehen die befragten Unternehmen deutlichen Optimierungsbedarf, wie es weiter heißt. Genehmigte Routen wichen aufgrund maroder Brücken oder einschränkender Baustellen teilweise mehrere hundert Kilometer von der beantragten, kürzesten Route ab. Das ist weder förderlich für die Umwelt noch für den Verkehr. Das Problem belastet nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit des Transports. Der VDMA fordert deshalb eine Infrastrukturplanung, die auf vorgegebenen Korridoren den Transport schwerer Güter auf relevanten Strecken und zu relevanten Binnenhäfen und Verladebahnhöfen ermöglicht. Sie sollte vor allem auch wieder Konvoifahrten zulassen.
Sauermann gibt abschließend zu bedenken: „Für den Industriestandort Deutschland im Herzen Europas ist ein starke Transportinfrastruktur essenziell. Dabei haben die Transportbedingungen auch Relevanz für die Umsetzung der Energiewende. Der Transport von großen Bauteilen für Windräder ist dafür ein gutes Beispiel.“
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