Wie eh und je „Made in Germany“ steht noch immer international für Vertrauen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Einst wollten die Briten verhindern, dass deutsche Produkte gekauft werden, indem sie das vermeintliche Schmäh-Siegel „Made in Germany“ einführten. Doch der Schuss ging bekanntlich nach hinten los.

Das Label „Made in Germany“ hat nichts an seiner Attraktivität verloren, wie eine international angelegte Studie zeigt. Auch die USA, Frankreich und Japan schneiden gut ab, wenn auch teilweise mit deutlich anderen Produkten. Hier einige Ergebnisse ...(Bild:  Deckelsänger)
Das Label „Made in Germany“ hat nichts an seiner Attraktivität verloren, wie eine international angelegte Studie zeigt. Auch die USA, Frankreich und Japan schneiden gut ab, wenn auch teilweise mit deutlich anderen Produkten. Hier einige Ergebnisse ...
(Bild: Deckelsänger)

Jene Produkte, die das Prädikat „Made in Germany“ vorweisen, genießen laut einer aktuellen Studie des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) international weiterhin höchstes Ansehen. Das Label wird demnach von Konsumenten weltweit am ehesten als Beweis für Qualität angesehen – noch vor dem entsprechenden Siegel der Schweiz. Dabei kam nämlich heraus, dass rund 66 Prozent der Befragten vor allem dem deutschen Qualitätssiegel vertrauen. Die Schweiz (62) und Japan (59) stehen knapp dahinter. Die Herkunftsangabe „Made in Germany“ wurde, wie man vielleicht weiß, Ende des 19. Jahrhunderts in Großbritannien eingeführt, um die heimische Wirtschaft vor vermeintlich minderwertigen Importen aus Deutschland zu schützen, doch Qualität hat sich offensichtlich durchgesetzt. Das Gegenteil treffe aber auf China zu! Denn „Made in China“ schneidet sowohl in Sachen Vertrauen als auch bei der Frage der Kaufentscheidung schlecht ab, heißt es da. Jedoch werde das Label mit Abstand am stärksten wahrgenommen. Es folgt dann „Made in USA“. Deutschland lande dort auf Platz vier.

Deutschland punktet mit Autos, Frankreich mit Genuss und die USA mit KI

Was auch erwähnenswert sei, sei die Tatsache, dass Konsumenten weltweit mit „Made in Germany“ vor allem Autos mit Verbrennermotor, gefolgt von Haushaltsgeräten, verbänden. Und andere Labels, wie „Made in France“, würden zwar mit einer größeren Anzahl von Produkten assoziiert – etwa Kosmetik, Kleidung, Essen und Wein, aber nicht mit Maschinen und Anlagen. Und das Siegel „Made in USA“ punktet mit Abstand hinsichtlich der künstlichen Intelligenz (KI). Die mittelfränkischen Forscher warnen, aber gleichzeitig, dass Deutschland zwar ein gutes Image hat, doch bei zukunftsorientierten Produkten wie KI, Elektroautos oder Elektronik Japan und die USA die Nase vorn haben. Die Umfrage offenbart aber auch, dass Deutschland als Exportnation international ungebrochen hohes Ansehen genießt. Zugleich haben Deutschlands Exporteure der Bundesbank zufolge auf dem Weltmarkt aber an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die deutsche Wirtschaft ist aber bekanntlich stark vom Außenhandel abhängig. Und fast jeder vierte Arbeitsplatz hängt vom Export ab, der wegen der hohen US-Zölle unter Druck steht und schon 2024 geschrumpft ist.

(Für die Analyse wurden im März 20.000 Personen aus zehn Ländern repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung befragt. Zu den Ländern gehörten Frankreich, Polen Deutschland, Italien und Großbritannien sowie die USA, Japan, Mexiko, Südafrika und Indien).

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