Der Neustart des Schweißmaschinenherstellers Dalex mit Sitz in Wissen bei Betzdorf in Rheinland-Pfalz ist nach erfolgreicher Sanierung gelungen. Wie es heißt, soll es keine Jobverluste geben.
Neustart! Blick auf ein von Dalex mit Kuka-Robotern arbeitende Schweißanlage. Doch Dalex ging es in letzter Zeit nicht besonders gut. Das soll sich aber nach erfolgreicher Sanierung jetzt geändert haben. Lesen Sie, wie die Zukunft des Schweißsystemeexperten nun aussieht ...
(Bild: Dalex)
Zum 1. November 2023 wurde der Schweißsystemespezialist Dalex von der Max Valier Holding mit Sitz in München und Bozen übernommen. Die Holding ist auf den Erwerb und die Entwicklung von mittelständischen Engineering-, Fertigungs- und Dienstleitungsunternehmen im gewerblichen und industriellen Bereich spezialisiert, heißt es. Bereits zuvor hatte sie namhafte Unternehmen aus dem Maschinenbau übernommen und baut nunmehr ihre Position in dieser Sparte konsequent weiter aus. Mit Dalex erweitert der Investor seine Maschinenbauexpertise in Sachen Schweißtechnik. Als Spezialist für das Widerstandsschweißen und Systempartner der Industrie entwickelt Dalex hochkomplexe und auf die individuellen Ansprüche der Anwender speziell zugeschnittene Sondermaschinen und Fertigungszellen für unterschiedlichste Branchen – siehe Aufmacherbild. Auch sei eine engere Zusammenarbeit mit der ebenso von der Max Valier Holding übernommenen Boehm Group aus Thüringen und der Slowakei als Zulieferer und Auftragsfertiger für den Maschinenbau denkbar.
Wertvolle Dalex-Substanz bleibt erhalten
Die Max Valier Holding übernimmt nach eigenem Bekunden auch alle Arbeitnehmer samt Auszubildende. „Ich freue mich, dass für das Traditionsunternehmen Dalex eine ideale Lösung gefunden werden konnte und dass es in einer eher strukturschwachen Region für die gesamte Belegschaft nun an der Seite eines starken Investors vielversprechend weitergehen kann“, äußerte sich der Rechtsanwalt Jens Lieser, der als Sachwalter die Geschäftsführung von Dalex im Interesse der Gläubiger überwacht und konstruktiv begleiten hat. So ein Ergebnis sei in diesen schwierigen Zeiten nicht selbstverständlich. Gemeinsam mit allen Beteiligten ist es also gelungen, trotz aktuell schwieriger Rahmenbedingungen am Investorenmarkt mit der Max Valier Holding einen exzellenten und gut zur Dalex passenden neuen Partner gefunden zu haben.
Dalex verfüge außerdem über ein bewährtes Geschäftsmodell sowie über gute, am Markt nachgefragte und nicht zuletzt individualisierbare Schweißmaschinen. Das Ziel der Sanierung war es deshalb, Substanz zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und eine zukunftsfähige Einigung über einen Investor zu finden. Das ist offensichtlich gelungen.
So wird Dalex fit für die Zukunft gemacht
Laut eigener Aussage will die Max Valier Holding auch verstärkt in die Fort- und Weiterbildung der Fachkräfte investieren, sowie die Digitalisierung und die Nachhaltigkeit der Produkte weiter vorantreiben. Die komplexen Maschinen und Anlagen sollen durch die Digitalisierung in der Anwendung noch einfacher zu bedienen sein und Anwender dabei den bestmöglichen Service genießen. Dalex hat schließlich bereits in der Vergangenheit über viele Jahre bewiesen, dass man verstanden hat, sich mit seinen Produkten stets im Interesse der Anwender weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll die Erschließung von internationalen Märkten weiter vorangetrieben werden.
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