Proform 2008

Metall-Kunststoff-Technologieverbund als Königsdisziplin

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Für Unternehmen, die sich mit Themen der Verfahrensintegration auseinandersetzen, gibt es mit der neuen Messe Proform in Dortmund vom 10. bis zum 13. Juni erstmals eine Veranstaltung, die sich auf die Bedürfnisse der Industrie im Bereich der Verfahrensintegration von Spritzgieß-, Dreh- und Stanztechnik einstellt. Fachlicher Berater der Messe ist Adolf Edler von Graeve, vormals geschäftsführender Gesellschafter von Bruderer. Auf die Frage, wie sich die Proform von anderen Messen unterscheiden soll, sagt er: „Die neue Proform soll endlich mal als Messe-Typ ganz andere Ziele verfolgen als bisherige Industriemessen. Der Besucher will nicht nur Exponate und Neuheiten sehen, sondern vor allen Dingen Informationen über Problemlösungen, Produktionsverfahren und Prozessabläufe erhalten.“

Fachforum Verfahrensintegration mit hochkarätigen Referenten

In die neue Fachmesse integriert ist das „Fachforum Verfahrensintegration“, das sich während der Messetage wissenschaftlich und praxisnah mit innovativen Prozessen der integrierten Verfahrenstechnologie auseinandersetzen wird. Dabei handelt es sich um ein Kongressangebot, das die Technologien des Drehens und Stanzens und des Kunststoffspritzgießens gemeinsam darstellen und eine öffentliche Plattform für Ausblicke auf die zukünftigen Entwicklungen in diesem derzeit wichtigsten Technologieverbund schaffen wird.

Zu den Referenten zählen hochkarätige Vertreter der Wirtschaft und der Wissenschaft, unter anderen Dr. Hans-Josef Haepp (ehemaliger Leiter Produktions- und Werkstofftechnik der Daimler AG, Sindelfingen), Marius Fedler (Kunststoff-Institut Lüdenscheid), Prof. Dr. A. Erman Tekkaya (Institut für Umformtechnik und Leichtbau, TU Dortmund) und Prof. Dr. Hartmut Hoffmann (Institut für Werkstoffe und Verarbeitung, TU München). Die Auswahl der Vorträge reicht von „Erfahrungsberichten und Zukunftsvisionen der Automobilindustrie“ über „Systemlösungen und Automatisierungspotenziale im Metall-Kunststoff-Verbund“ bis hin zu produktionsspezifischen Ausführungen des „elektromagnetischen Fügens von Metall und Kunststoff“.

Das Idealziel der Verfahrensintegration ist eine einstufige Fertigung. Theoretisch. Dr. Helmut Becker, freier Berater für die Umform-, Stanz- und Schmierungstechnik, erklärt, dass auch der Verfahrensintegration in der Praxis Grenzen gesetzt sind: „Eine hundertprozentige Integration aller Verfahrenswege gibt es nicht. Einige Produktionen in der Herstellung zum marktreifen Endprodukt werden weiterhin von Spezialfirmen betrieben. Kein Kontakthersteller wird beispielsweise ein Walzwerk für seine Stahl- und Edelstahlbänder betreiben oder eine Vergolderei für seine Kontakte. Letztlich zählt der zu erzielende Profit und die Kosten-Nutzen-Analyse.“

Guido Müller ist freier Journalist in 57072 Siegen.

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