Teures Deutschland Metall- und Stahlbranche braucht dringend Entlastung

Quelle: WSM 2 min Lesedauer

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Die Produktion der Stahl- und Metallverarbeiter ist auf dem Sinkflug. Im Vergleich zum März 2024 fielen die Zahlen im April um acht Prozent und zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent.

WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer fordert einen effektiven Industrial Deal für die deutsche Metall- und Stahlbranche. Doch es hakelt an allen Ecken ...(Bild:  WSM)
WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer fordert einen effektiven Industrial Deal für die deutsche Metall- und Stahlbranche. Doch es hakelt an allen Ecken ...
(Bild: WSM)

Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) analysiert hat, geht es der Branche immer schlechter. Zusätzlich fressen die Energiekosten mittelständische Unternehmen auf, wie es weiter heißt. Die Stromsteuerentlastung sei nur gering und dauere ewig. Gleichzeitig schlügen die im Januar gestiegenen Netzentgelte ordentlich zu Buche. So geht es nicht weiter, kritisiert der WSM. Gleichzeitig hoffen die Branchenvertreter nach der EU-Wahl auf industriefreundlichere Signale aus Brüssel. Die Europawahl habe klar gezeigt, dass es keine Mehrheit mehr für eine Politik gegen die europäische Industrie gebe. „Wir brauchen einen gleichberechtigten Industrial Deal. Der neue Kommissionspräsident oder die neue -präsidentin hat den Wählerauftrag dazu“, macht WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer, klar. Die deutschen Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen, die rund 500.000 Arbeitsplätze bieten, haben das bitter nötig – in der europäischen genauso wie in der deutschen Industriepolitik.

Wenn andere zahlen, kann die Politik schnell sein ...

Bisherige Unternehmenshilfen seien oft eher Makulatur – so wie die vom Bundesfinanzminister vollmundig verkündeten Stromsteuerentlastungen. Denn diese machen weniger als 10 Prozent des Strompreises aus und klemmen obendrein gewaltig, wie Vietmeyer kritisiert. Unternehmen könnten sie nur im Nachhinein beantragen und warteten dann monatelang auf die Rückerstattung der ihnen zustehenden Gelder. Der Grund sei die fehlende amtliche Digitalisierung. Dazu Vietmeyer: „Wir hören von Mittelständlern, dass die zuständige Behörde aktuell noch Anträge vom letzten Jahr bearbeitet.“ Ganz anders sehe es bei den Netzentgelten aus, die rund 25 Prozent des Strompreises ausmachten. Ihre Umsetzung hat offensichtlich funktioniert, die höheren Kosten sind seit Januar 2024 fällig – und damit ein weiterer Griff in die Unternehmenskasse, die aufgrund der mauen Auftrags- und Produktionszahlen immer leerer wird.

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