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Bei Rübsamen kommen für die Herstellung von Druckbehältern und Reaktionsgefäßen vollautomatische CNC-Metalldrückmaschinen zum Einsatz, in denen Bleche aus Stahl und Edelstahl oder Aluminium, Kupfer und Messing mit hoher Präzision in Form gebracht werden. Lackiert und poliert sowie mit Anschlüssen, Halterungen, Ventilen und Armaturen versehen, gehen die Behälter dann einbaufertig in die Montagelinien der Kunden.
Metalldrücken als Verfahren für nahtlose und sichere Druckkessel
Wenn der Druck im Kessel steigt, müssen sich Anlagenbauer und Anwender auf seine Belastbarkeit verlassen können. Druckbehälter, Ausgleichsgefäße, Verdichter und Flüssigkeitssammler in der Chemietechnik, der Klimatechnik und der Lackiertechnik müssen wechselnden Druckbelastungen widerstehen und müssen hohen Temperaturen und aggressiven Medien standhalten.
Außerdem sind hohe Standzeiten gefragt. Viele Hersteller verfahrens- und prozesstechnischer Anlagen setzen ihr Vertrauen daher in DIN-gerechte Druckbehälter aus Stahl und Edelstahl, die im Metalldrück-Verfahren gefertigt werden.
Die so gefertigten Druckbehälter sind meist als sicherheitsrelevante Anlagenteile im Einsatz – etwa bei der Verarbeitung lösemittelhaltiger Lacke, wässriger Flüssigkeiten oder flüchtiger Gase. Auch Druckzylinder und Druckflaschen für Abnehmer in der Getränke- und Lebensmittel-industrie gehören dazu.
Der konstruktive Pluspunkt des Metalldrückens liegt in der Tatsache, dass das Verfahren die Produktion sowohl nahtloser als auch hoch belastbarer Hohlkörper und Halbschalen ermöglicht. Blechformteile für die Medizintechnik unterliegen besonders hohen Anforderungen an Präzision und Oberflächengüte.
Metalldrücken ermöglicht hohe Oberflächenqualität für die Medizintechnik-Teile
Hinzu kommen extreme Ansprüche an Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit. Deshalb sind im Metalldrücken hergestellte Edelstahl- oder Aluminiumteile auch in der Medizintechnik oft die erste Wahl.
Die meist rotationssymmetrischen Blechformteile bestehen aus Edelstahl, sind überaus dünnwandig ausgeführt und verfügen über nahtlose Oberflächen ohne Stöße und Verbindungsstellen. Die glatten Oberflächen der gedrückten Blechteile erleichtern deren sorgfältige Reinigung und Sterilisation.
Ronden werden durch Metalldrücken zu Medizintechnik-Bauteilen
Geometrischer Ausgangspunkt sind beim Metalldrücken vorgefertigte Ronden aus Edelstahl oder Aluminium. Diese werden eingespannt, gefettet und mit Hilfe von Drückschere und Drückstahl geformt und geglättet.
Auf den ersten Blick ist das ein einfaches Verfahren. Hochwertige Ergebnisse, wie sie die Medizintechnik benötigt, setzen jedoch Erfahrung und kontinuierliche Entwicklungsarbeit voraus.
Joachim Theiß ist Mitglied der Geschäftsleitung bei der Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG in 56470 Bad Marienberg.
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