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Neue oder verbesserte Ansätze zur disziplinierten und systematischen Prozessanalyse eröffnen die Möglichkeit zum Reduzieren des Aufwandes für die Optimierung von Prozessen der Kaltmassivumformung. Dazu Groche: „Der zunächst einfach erscheinende Umformprozess erweist sich bei genauer Betrachtung nämlich als Know-how-intensiver Hightech-Prozess, der erst bei geschickter Gestaltung die Herstellung hochbelastbarer Bauteile in kurzen Taktzeiten ermöglicht. Deshalb geht es in Düsseldorf auch um die Ermittlung zutreffender Werkstoffdaten.“
Einen breiten Raum nimmt nicht zuletzt die Diskussion um neue Pressen- und Werkzeugtechnologien unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein.
Kaltmassivumformem durch Integration zusätzlicher Fertigungsschritte effektivieren
Dazu bemerkt Dr. Osen von der Schuler SMG: „Durch Integration zusätzlicher Fertigungsschritte wie Querscheren der Schaftenden auf Länge oder Abscheren des Materialüberlaufs am Kopf wird die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens Kaltmassivumformen weiter gesteigert.“ Aus dem Tagesgeschäft heraus kann Osen über immer größere, komplexere und flexibler werdende Anlagen berichten, die den Anforderungen des wachsenden Produktspektrums angepasst werden. So hat Schuler mittlerweile hydraulische Mehrstufen-Pressen installiert, die Presskräfte bis 25 000 kN und eine Stufenzahl von vier oder fünf aufweisen.
„Dabei“, so Osen, „wird die Wirtschaftlichkeit der Anlage nicht nur durch die Zykluszeit und damit Ausbringungsleistung bestimmt, sondern auch der Grad der Flexibilität spielt hier eine große Rolle.“ Beispiel dafür ist, dass es in Zeiten, in denen die Automobilindustrie von heute auf morgen Abrufe drastisch reduziert, vorteilhaft ist, wenn die Anlage kurzfristig auch andere Produkte aus dem Non-Automotive-Bereich wie etwa Sonderschrauben, produziert.
Energie sparen in der Pressentechnik
Welche Presse sich ein Kaltmassivumformer letztendlich anschafft, ist vor allem vom Teilespektrum in Verbindung mit den geplanten Losgrößen und Produktionsstückzahlen abhängig. „Diese Kriterien entscheiden darüber, ob nun eine mechanische Kniehebel- oder Exzenterpresse, Servopresse oder hydraulische Presse die richtige Presse der Zukunft ist“, erklärt Osen. Als großen und notwendigen Trend sieht der Pressenbauer vor allem die Energieeffizienz. „Energiesparen führt auch in der Pressentechnik zu neuen Wegen zur Verbesserung der Energieeffizienz hydraulischer Pressen“, konstatiert Osen. So sucht man bei Schuler zunehmend neue Lösungen, die die Antriebsleistung reduzieren und den Wirkungsgrad verbessern.
Ihren Wirkungsgrad verbessern – was die Entscheidung für Pressentechnik und Prozessgestaltung in der Kaltmassivumformung angeht – können auch die Teilnehmer, die zum 24. Jahrestreffen der Kaltmassivumformer 2009, vom 18. bis 19. Februar nach Düsseldorf kommen.
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