EU-Lieferkettengesetz Mittelständler rechnen mit negativen Auswirkungen auf ihr Unternehmen

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Nach wochenlangen Debatten hat sich die Mehrheit der EU-Staaten für ein gemeinsames, europäisches Lieferkettengesetz ausgesprochen. 59 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland gehen von negativen Auswirkungen aus.

59 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland gehen von negativen Auswirkungen durch das kommende europäisches Lieferkettengesetz aus.(Bild:  Pixarbay)
59 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland gehen von negativen Auswirkungen durch das kommende europäisches Lieferkettengesetz aus.
(Bild: Pixarbay)

Obwohl das EU-Lieferkettengesetz zunächst zwar lediglich für Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte gelten soll, sind indirekt ebenso kleinere und mittelgroße Unternehmen betroffen. Auch sie sind Teil der im Gesetz definierten und regulierten Lieferkette. Somit werden auch sie sich den neuen Anforderungen an die Lieferkettentransparenz stellen müssen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet mit starken Auswirkungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des ERP-Experten Proalpha.

Die nun noch fehlende Zustimmung des Europäischen Parlaments gilt als sicher.

Mehrbelastung, Investitionsrückgang und Innovationshemmnisse befürchtet

31 Prozent der Umfrageteilnehmenden äußerten Sorge, dass ihre Wachstums- und Expansionsbestrebungen gebremst werden könnte. Gleichzeitg befürchtet ein Drittel (33 Prozent), dass Deutschland seine führende Position im internationalen Wettbewerb einbüßen könnte. Weitere 33 Prozent rechnen mit einem hohen Reporting-Aufwand für ihr Unternehmen. Für 32 Prozent der Befragten macht das neue Gesetz zudem die Einstellung weiterer Mitarbeitenden erforderlich. Genauso viele gehen von einer Zurückstellung ihrer geplanten Investitionen aus.

Mehr als ein Viertel (28 Prozent) gab darüber hinaus an, angesichts des anstehenden Lieferkettengesetzes erst einmal entsprechendes Knowledge und Know-how aufbauen oder einkaufen zu müssen. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der befragten KMUs sieht im EU-Lieferkettengesetz eine Innovationsbremse für ihre Branche. Ebenso viele erwägen deshalb sogar, ihre Produktion gegebenenfalls ins Ausland zu verlagern.

„Sowohl das deutsche als auch das nun kommende EU-Lieferkettengesetz betrifft nicht nur die großen Unternehmen. Auch kleinere, mittelständische Unternehmen müssen sich darauf einstellen, den von den Gesetzen direkt betroffenen Partnerunternehmen lieferkettenbezogene Informationen zur Verfügung stellen zu müssen“, so Asina Leist, CEO der DIG GmbH, einem Unternehmen der Proalpha-Gruppe. „Lösungen für E-Procurement und strategisches Lieferantenmanagement erhöhen die Transparenz in die eigene Lieferkette. Zusammen mit dem eigenen ERP-System können dort die relevanten Informationen zu den Lieferketten bereitgestellt werden.“

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