Strahltechnik

Möglichkeiten zum Erhöhen der Energieeffizienz von Schleuderrad-Strahlanlagen

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Diese Robustheit zahlt sich insbesondere bei hohem Strahlmitteldurchsatz aus: in kürzeren Stillständen im Vergleich zu anderen, ähnlich leistungsfähigen Turbinen. Bei Schleuderrad-Strahlanlagen-Hersteller Agtos haben die Schleuderräder sechs Wurfschaufeln, die einseitig in einer Scheibe gehalten werden (Bild 3). Dadurch reduziert sich der Verschleiß auf die Scheibe.

Ein weiterer zeitlicher Einspareffekt liegt in der Schaufelmontage, für die ein normales Werkzeug ausreichend ist. Die Wurfschaufeln werden einfach gesteckt. Im Vergleich zu anderen Turbinen am Markt befinden sich nur sechs statt acht oder mehr Wurfschaufeln im Schleuderrad. Auch die bei Doppelscheibenrädern erforderlichen Distanzbolzen entfallen. Allein die reduzierte Anzahl von Verscheißteilen spart Ersatzteilkosten ein. Zusätzlich stören weniger Teile den Strahlmittelfluss. So kommt es im Strahlmittelstrom zu weniger Verwirbelungen. Das Strahlergebnis ist bei gleicher Stromaufnahme besser.

Optimierte Strahlleistung bei geringer Energieaufnahme

Die Ausstattung der Turbinen der Schleuderrad-Strahlanlagen mit Frequenzumformern ermöglicht eine Drehzahlregelung. Das bietet mehrere Vorteile. So kann für eine bestimmte Werkstückgruppe ein spezielles Ablaufprogramm gestartet werden, um eine zuvor definierte Oberflächenqualität zu erreichen. Die Reproduzierbarkeit der Oberflächenqualität ist dabei für viele Kunden wichtig. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Tatsache, dass sich bei identischem Strahlmittel verschiedene Oberflächen und Werkstückgeometrien unterschiedlich bearbeiten lassen.

Wenn es der Anwendungsfall erfordert, werden Agtos-Turbinen mit Strahlmittel bis 3 mm Körnung betrieben. Das ermöglicht, dass bei großdimensionierten Anlagen teilweise große Abstände zwischen Aggregat und Werkstücken realisiert werden können. Hinsichtlich der Energieeffizienz bieten Frequenzumformer den Vorteil, dass die optimale Leistung der Turbinen bei geringster Energieaufnahme erprobt werden kann.

Ohne Werkstückzuführung geht die Schleuderrad-Strahlanlage schlafen

Eine weitere Maßnahme zur Reduzierung der Energieaufnahme von Schleuderrad-Strahlanlagen besteht darin, die Strahlanlage in einen Ruhezustand zu versetzen, falls ihr für eine bestimmte Zeit keine Werkstücke zugeführt werden. Diese Maßnahme kann sich bei kurzen Pausen auf wenige Motoren – zum Beispiel Turbinen – beziehen. Sind die Pausen länger, bietet sich das Abschalten sämtlicher Motoren an.

Das wird schon praktiziert, zum Beispiel bei Rollbahn- und Hängebahn-Strahlanlagen, bei denen Lichtschranken, Schaltschwellen oder andere optische Erkennungseinrichtungen ein entsprechendes Signal an die Anlagensteuerung senden. Bei Muldenband- und Raupenband-Strahlanlagen wird stets die Stromzufuhr zu den Turbinen gestoppt, wenn die Türen nach oben aufgehen – nachdem das Strahlmittel vom Becherwerk in den Strahlmittelbunker gebracht wurde.

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