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Zwei große Hallen gibt es, in denen grobe Blechtafeln eine erste Form erhalten. „Hier, in der ersten Halle, die wir 2003 bezogen haben, wird ausschließlich autogen gearbeitet, und in der neuen Halle daneben arbeiten wir mit Plasma. Wir trennen beides nach Verfahren, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Verschmutzungsgrade“, sagt Schrammel. Andere Trennverfahren kommen bei Techno-Stahl nicht zum Einsatz. „Das“, so Ferszt, „ist einerseits eine kaufmännische Entscheidung und andererseits auch eine Philosophie.“
Fasenaggregat stellt in Kombination Schrägschnitte her
Die Anlagen, sowohl im Autogen- als auch im Plasmabereich, erstrecken sich fast über die gesamten Hallenlängen, sind bis zu 65 m lang und 6 m breit. Auf den Brenntischen werden die Tafeln getrennt, runde, eckige oder andere Ausschnitte, je nach Kundenwunsch und Anwendung, herausgebrannt. Dabei kommt es vor, dass Einzelstücke oder auch Serienteile bearbeitet werden. Bei Techno-Stahl ist man für alle Fälle gerüstet. In der Plasma-Halle steht eine Messer-Plasma-Schneidanlage Omni-Mat kombiniert mit einer Messer-Multi-Therm. Die Omni-Mat ist eine CNC-gesteuerte Schneidmaschine mit hoch belastbarer Portalkonstruktion, formschlüssigen doppelseitigen Längsantrieben und präzise bearbeiteten Führungsprofilen und bietet hohe Schneidgenauigkeit und Konturtreue. Das System zeichnet sich gerade durch seine hohe Belastbarkeit aus.
Nennenswert ist das Fasenaggregat – ein so genannter Skew Rotator. Bei diesem Schneidkopf handelt es sich um ein drehbares Fasenaggregat, welches die Möglichkeit bietet, den Maschinenbrenner der Plasmaquelle softwaregesteuert schrägzustellen. „Damit“, so erklärt Schrammel, „können wir in Kombination auch Schrägschnitte herstellen und deshalb auch unsere Geschäftsfelder wesentlich erweitern. Nachträglich mechanisch angearbeitete Fasen, wie es sie vorher gab, sind damit passé.“
Mit dem Skew Rotator soll sich im Vergleich zu den bisherigen Verfahren auch ein wesentlicher Kostenvorteil ergeben. Schon faszinierend, was Techno-Stahl mit dem Skew Rotator alles erreicht. Doch um den notwendigen Vorsprung zu halten, wie es Ferszt als Geschäftsführer sich wünscht, wurde in weiteres Equipment investiert. „Wir sind vielleicht nicht die Einzigen, die mit einem Fasenroboter arbeiten, aber es kommt darauf an, was wir damit machen“, sagt Ferszt.
Der Fasenroboter, das ist eine Investition, die dem Stahl-Service- Center einen weiteren Vorteil verschafft. Er sorgt im Autogenbereich für zusätzliche Möglichkeiten. Mit dieser nach Angaben von Techno-Stahl, in ganz Österreich einzigartigen Anlage, können gerade wie auch kurvenförmige Fasen hergestellt werden. Die Genauigkeit dieser Fasen wird durch eine Werkstückerkennung und -positionierung sowie die Lenkung des Schneidprozesses mit Hilfe lasergesteuerter Videokameras garantiert. So entstehen Schweißfasen an Konstruktionsteilen, die zur weiteren Bearbeitung auf automatisierten Anlagen geeignet sind beziehungsweise konstruktive Fasen an schweren Maschinenteilen mit hoher Wiederholgenauigkeit.
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