Aufgrund globaler wirtschaftlicher Entwicklungen, wird Porsche die geplante Offensive mit vielen neuen Modellen finanziell kaum stemmen können, wie Experten glauben.
Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller Porsche sieht sich angesichts der Geschäftsentwicklung dazu gezwungen, einen vehementen Sparkurs einzuschlagen, wie die dpa meldet. Vor allem das schwache Chinageschäft und die US-Zölle verhageln demnach das Geschäft ...
(Bild: Porsche)
Der Sportwagenhersteller Porsche, mehrheitlich zu Volkswagen gehörend, wollte nach dem als Übergangsjahr deklariertem 2024 eigentlich mit neuen Modellen durchstarten. Daraus wird zumindest aus finanzieller Sicht aber kaum etwas, denn Porsche-Chef Oliver Blume, der auch die Konzernmutter in Wolfsburg in Personalunion leitet, hat den Zuffenhausenern eine strategische Radikalkur verordnet.
Porsche investiert, doch es kostet auch Jobs
So werden dieses Jahr rund 800 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Verbrenner und Hybridautos gesteckt, weil der ursprünglich geplante Hochlauf von Elektromodellen schleppend vorankommt. Rund 300 Millionen entfallen dabei auf Produkte, 200 Millionen gehen in eine eigene Batteriefertigung und weitere 300 Millionen Euro werden für den Umbau des Konzerns aufgewendet, dem auch 1.900 Stellen zum Opfer fallen dürften. Weitere 2.000 Jobs werden bei befristet Beschäftigten gestrichen. Ein weiterer Grund für diese Entscheidung ist, dass vor allem in China die Geschäfte nicht so rund laufen, wie dereinst geplant – unter anderem auch wieder in puncto Elektroautos. Denn die wohlhabendere Kundschaft in der Volksrepublik halte sich angesichts der Immobilienkrise und der generellen Wirtschaftslage bei Luxuskäufen schon länger zurück. Porsche wollte dabei keine Rabattschlachten mitmachen, sondern den Absatz margenschonend eher auf andere Weltregionen verlagern – etwa mit Blick auf den wichtigen Markt Nordamerika.
Porsches US-Geschäft wird durch Zölle ausgebremst
Diese Strategie steht nun auf wackeligen Beinen, weil US-Präsident Donald Trump bekanntlich die Einfuhr von Autos aus der EU mit weiteren Zöllen in Höhe von 25 Prozent belegt hat. Porsche hat auch keine Produktion in den USA und muss deshalb in Kauf nehmen, die Preise zu erhöhen, wenn das Niveau der Renditen gehalten werden soll. Zu einem Verkaufsschub werde das aber kaum führen. Analysten sind deshalb gespannt, wie das Porsche-Management die Auswirkungen einschätzt. Der erst seit Kurzem amtierende neue Finanzchef Jochen Breckner gab deshalb schon Mitte März zu, schlaflosen Nächte zu haben. Porsche hatte bereits mitgeteilt, dass die Auslieferungen weltweit in den ersten drei Monaten um acht Prozent auf 71.470 Autos gefallen sind. Immerhin lief der neue vollelektrische Kompakt-SUV Macan gut, heißt es. China kann man vergessen, aber in Nordamerika gab es einen ruckartigen Anstieg – unter anderem wegen eines schwachen Abschneidens ein Jahr zuvor, weil Teile gefehlt haben. Womöglich spielten aber auch Vorzieheffekte wegen der angekündigten Zölle eine Rolle.
Langfristig will Porsche 20 Prozent operative Marge erreichen
Bisher sind in den Unternehmensprognosen noch keine weitreichenden neuen Zölle berücksichtigt. Breckner rechnete wegen der Kosten für Produkte und den Umbau sowieso mit schwächeren Werten als im Vorjahr. Der Porsche-Umsatz dürfte sich auf einem Niveau zwischen 39 bis 40 Milliarden Euro bewegen, was nur leicht weniger ist als zuvor. Aber mit Blick auf die operative Marge soll es mit erwarteten 10 bis 12 Prozent vom Umsatz nochmal deutlich weniger werden. Bereits 2024 war sie um 3,9 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent abgesackt. Das langfristig avisierte Ziel von Blume heißt eigentlich, auf über 20 Prozent zu kommen. Und mittelfristig hat Porsche die Erwartungen zuletzt auf 15 bis 17 Prozent gestutzt – vorher standen da 17 bis 19 Prozent. Und wie Breckner anmerkt, dürfte auch erst zum Ende des Jahrzehnts damit zu rechnen sein.
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