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Parallel zur Steuerung hat der Lagerhersteller die Schaltschränke der Stationen ausgetauscht, umstrukturiert oder die Funktionen mehrerer Schränke in einem zusammengefasst. Außerdem hat das RBG einen neuen mitfahrenden Schaltschrank erhalten, in dem alle Komponenten, wie zum Beispiel die Frequenzumrichter für die Drehstromantriebe sowie Ein- und Ausgabemodule, montiert worden sind. Stopa hat auch einen neuen Hauptschaltschrank auf einem extra dafür errichteten Podest installiert, vor dem Schweiß beim Rundgang stoppt. „Da der Hauptschaltschrank jetzt auf einer höheren Ebene steht, können wir den alten Standort auf andere Weise nutzen und haben hier zugleich Zugriff auf die darunter befindliche Auslagerstation, an die eine Bearbeitungsmaschine angebunden ist.“
Für die Steuerung des Blechlagers steht Hobart ein neuer Industrie-PC mit integrierter Realtime-Soft-SPS zur Verfügung, eingebaut in ein ergonomisches Hauptbedienpult mit grafischer Benutzeroberfläche. Abgesehen davon hat Stopa einen Teil der Stationspulte ersetzt. Über sein Tele-Presence-Portal bietet der Lagerhersteller im Rahmen der Gewährleistung zudem einen Teleservice zur Ferndiagnose der Anlagensteuerung an, der nach Ablauf der Garantie aufrechterhalten wird. Der Leistungsumfang umfasst Diagnosen und Empfehlungen zum Beheben von Störungen durch den Kunden oder durch einen Servicetechniker des Anbieters. Schweiß lehnt an einem Bedienpult. „Ein Highlight des Retrofit ist unser neues Lagerverwaltungssystem. Dabei handelt es sich um das Stopa LVS, das unsere Bestände führt und über zwei RCI-Schnittstellen (Remote Control Interface) mit den angebundenen Trumpf-Bearbeitungsmaschinen kommuniziert. Das LVS veranlasst die Transportaufträge, über die das System die Maschinen mit Blechtafeln versorgt sowie Restbleche und Halbfertigteile zurücklagert. Weil unser altes, unzeitgemäßes LVS von einem anderen Unternehmen stammte, aber damals zum Lieferumfang von Stopa gehörte, profitieren wir heute auch davon, dass wir nur noch einen Ansprechpartner für dieses Thema haben.“
Stillstandzeiten gering gehalten
Aus seinem etwa 34 m langen, 5 m hohen und 6 m breiten Blechlager, ausgerüstet mit 161 Lagerplätzen, versorgt Hobart drei Laser- und Stanz-Laser-Maschinen. Hinzu kommt die Auslagerung an zwei Abkantpressen, die nicht automatisch angegliedert sind. Insgesamt verfügt das Lager, in dem neben Rohblechen auch gestanzte und gelaserte Teile liegen, über sieben Stationen. Gelaserte Teile laufen bei Bedarf über das Lager zu anderen Stationen, beispielsweise zum Entgraten. Da der Betreiber Rohbleche nach ihrem Gewicht verwaltet, hat er das RBG mit einer Disomat Opus Steuereinheit für die Wiegeeinrichtung ausstatten lassen. Somit wird automatisch eine permanente Inventur durchgeführt, die Eingabefehler ausschließt. Gelaserte Teile erfasst man dagegen anhand ihrer Stückzahlen.
Das Retrofit hat der Spültechnik-Spezialist zusammen mit Stopa geplant. Der Anbieter hat die Anlage in einem Zeitrahmen von Anfang bis Ende Februar 2015 modernisiert. Weckenmann blättert in einem Dokument, in dem die Maßnahmen aufgelistet sind. „Wir haben uns intensiv auf das Retrofit vorbereitet. Dadurch konnten wir die Stillstandzeiten gering halten und unser Lager in Abstimmung mit den Stopa Technikern auch während der Modernisierung nutzen, um unsere Produktion zu versorgen. Jetzt arbeitet das System wieder rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Die Nachtschicht läuft mannlos und dabei sehr stabil. Das war früher nicht immer der Fall.“ Die Entscheidung, das Retrofit an den Blechlagerhersteller zu vergeben, hat Hobart getroffen, weil dieser das beste Gesamtpaket angeboten hat. Wesentlich hierfür sind das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Erwartung einer optimalen Projektumsetzung gewesen. Die Vorteile der Modernisierung liegen in reduzierten Instandhaltungskosten, einer auf Jahre gesehen sicheren Service-Unterstützung und Ersatzteilversorgung, einer kostengünstigen Ersatzteilbeschaffung sowie letztlich in einer höheren Betriebssicherheit, die auf einer hohen Anlagenverfügbarkeit basiert. Unter dem Strich verzeichnet der Spültechnik-Spezialist mehr Produktivität.
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