Fit für neue Forschungsprojekte
Retrofit – damit eine Großpresse nicht zum alten Eisen gehört

Ein Gastbeitrag von Andreas Hemmerle 2 min Lesedauer

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Am Fraunhofer-IWU ist eine 20 Jahre alte Großpresse mit hochmoderner Steuerungstechnik, einem neuen Ziehkissen und Technologien des intelligenten Datenmanagements für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht worden.

Klein, robust, effektiv: der Smart Notch sammelt in den T-Nuten Prozessdaten direkt an der Wirkstelle – für eine optimale Prozess- und Qualitätsüberwachung während des Umformprozesses.(Bild:  Fraunhofer-IWU)
Klein, robust, effektiv: der Smart Notch sammelt in den T-Nuten Prozessdaten direkt an der Wirkstelle – für eine optimale Prozess- und Qualitätsüberwachung während des Umformprozesses.
(Bild: Fraunhofer-IWU)

Sie bringen mit tonnenschweren Werkzeugen Blechteile präzise in Form: Großpressen werden beispielsweise bei Automobilherstellern zur Herstellung von Karosseriekomponenten eingesetzt, oft über Jahrzehnte hinweg. Auch wenn ein Modell abgelöst wird, die Presse bleibt. Sie fertigt nach dem Modellwechsel mit neuen Werkzeugen Bauteile für das Nachfolgemodell. Doch auch die beste Presse kommt einmal in die Jahre. Dann sollte sie, wie nun am Fraunhofer-IWU geschehen, mit hochmoderner Steuerungstechnik, einem neuen Ziehkissen und Technologien des intelligenten Datenmanagements für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht werden.

Fit für neue Forschungsprojekte und regionale Partner

Dank umfangreicher Nachrüstung (engl. Retrofitting) steht die von der damaligen Umformtechnik Erfurt GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer-IWU entwickelte hydraulische Großpresse EHP 1600 mit einer Nennpresskraft von 1600 Tonnen nun wieder für Forschungsprojekte zur Verfügung. Die Presse wird jedoch auch von regionalen Partnern des Chemnitzer Forschungsinstituts in enger Zusammenarbeit mit den IWU-Forschern für komplexe Aufgabenstellungen an Umformwerkzeugen genutzt. Mit der Chemnitzer Try-out-Presse können unterschiedliche Pressencharakteristika und damit auch die Performance der Serienpresse flexibel abgebildet werden, was den Aufwand zum Beispiel beim Einarbeitungsprozess von Umformwerkzeugen erheblich reduziert. Dafür erforderliche manuelle Arbeitsschritte wie Tuschieren, Polieren oder Schleifen können nach neuestem Stand der Technik jetzt auch mit Unterstützung von Robotik direkt in der Presse im aufgespannten Zustand erfolgen.

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