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Profilmetall fertigt die Werkzeuge für die Profilierung selbst. „Dabei“, sagt Roth, „kommt es insbesondere auf eine hohe Präzision an, die sich dann auch auf das Profil überträgt.“ Ausgangspunkt für die hohe Qualität von Werkzeugen und Profilen ist die Konstruktion. Die Profilmetall-Konstrukteure haben deshalb immer nur das perfekte und genaue Profil als Zielvorgabe. Die Herstellung orientiert sich dabei immer an einfachen und kostengünstigen Lösungen.
Eigenschaften der Walzprofilier-Werkzeuge früh bestimmen
Mit Hilfe von CAD- und Simulationstechniken können die Profilentwickler bereits im Frühstadium die Eigenschaften des fertigen Produktes bestimmen und dazu zählen natürlich auch die Werkzeuge. In erster Linie sind es die Rollenwerkzeuge, aber auch Werkzeuge und Vorrichtungen zum Stanzen, Ablängen und für spezielle Fertigungsoperationen.
Die hochgenauen Rollenwerkzeuge sind aus Stahl und bestehen meist aus kompletten Rollensätzen mit mehreren Rollenpaaren, die exakt aufeinander abgestimmt sind und die das Band, das vom Coil abgearbeitet wird, in sanften Umformbewegungen zu einem Profil formen. Innerhalb der Profilieranlage sind die Rollenpaare linear nacheinander angeordnet.
Walzprofilieren von Serienprofilen bis 5000 m Länge
Innerhalb der Profilpalette befinden sich Profile aus unterschiedlichen Werkstoffen wie Stahl, darunter auch hochfeste Güten bis etwa 1400 MPa Festigkeit, Edelstahl, Aluminium und anderen Nichteisen-Metallen. Sie werden kundenspezifisch in den gewünschten Längen angeboten. Auch Prototypen oder sogenannte Nullserien gehören zum Profilmetall-Angebot.
Serienprofile umfassen pro Losgröße schon mal 3000 bis 5000 m Länge, die in etwa ein bis zwei Tagen durch die Anlage laufen. Selbstverständlich können die Profile auch mit Ausbrüchen und Löchern zur späteren Montage versehen sein oder es werden komplett montierte Teile geliefert.
Anarbeitungen ergänzen Walzprofilieren
Die Möglichkeit jeglicher Anarbeitungen wird dabei durch modernste Verfahren und Techniken unterstützt. So ist man bei Profilmetall auch in der Lage, laserlängsgeschweißte Profile zu fertigen oder auch beschichtete Materialien oberflächenschonend zu bearbeiten. „Wir sind praktisch für alle möglichen Fertigungsaufgaben gerüstet“, sagt Roth und ergänzt die Aussage durch Hinweise auf spanende und oberflächenspezifische Lösungen.
Anwendung finden die Profile in unterschiedlichsten Bereichen der Industrie, wie etwa im Automobilbau, in der Möbelherstellung, in der Weißwarenindustrie oder in der Elektroindustrie, der Telekommunikation und dem Regalbau. „Unsere Philosophie“, so Herr und Frau Roth, „ist, dass der Kunde von uns ein funktionsfertiges Teil bekommt, auch wenn es so komplex ist, dass es nicht aus einem Teil oder in einem Arbeitsgang gefertigt werden kann.“
Eigene Anlage zum Walzprofilieren entwickelt
Mit der Beherrschung all dieser Prozesse stand die Entwicklung eigener Profilieranlagen auf der Wunschliste des Unternehmerpaares Roth ganz oben. 2009 bot sich dann die Gelegenheit, dem Wunsch nachzugeben. Das war der Zeitpunkt für die Übernahme des traditionsreichen und renommierten Maschinenbauers Kurt Rüppel in Marktheidenfeld bei Würzburg. Jetzt kann Profilmetall die Entwicklung seiner eigenen Rollformmaschinen, Ablängautomaten und der begleitenden Fertigungsoperationen selbst bestimmen.
Damit konnte die Profilmetall GmbH ihr Wissen und ihr Angebot auf den gesamten Bereich der Profilherstellung ausdehnen, von der ersten Idee über die Entwicklung und Konstruktion, die Simulation bis hin zum Werkzeug- und Anlagenbau sowie auf die gesamte Prozesskette eines Profiles. Damit wurde bei dem Hirrlinger Profilspezialisten eine weitere Technologielücke geschlossen.
Mit diesem Angebot und dem vorausschauenden Geschäftsführer-Dream-Team Roth hat die Profilmetall GmbH weiter an Ansehen in der Branche gewonnen und behauptet damit weltweit einen Spitzenplatz unter den Profilherstellern. Sich auszuruhen, so versichern die Roths, ist aber nicht angesagt, denn auf die beiden Unternehmer mit ihren rund 100 Mitarbeitern warten noch viele interessante Aufgaben nach deren Lösung der Markt verlangt.
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