Elektrisierende Nordstory Schleswig-Holstein gibt Hoffnung auf Giga-Batteriefabrik nicht auf

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Seit der Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt ist unklar, ob die Gigafactory für Elektroautobatterien in Schleswig-Holstein kommt. Vielleicht bekommt das Land aber eine neue Chance.

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt ist insolvent, wie bekannt ist. Damit wackelt der Bau einer Gigafactoy für E-Auto-Batterien (Symbolbild) in Heide in Schleswig-Holstein. Lyten aus den USA gilt als heißer Kandidat, das Projekt weiterzuführen, wenn alles Nötige dazu stimmig ist ... (Bild:  Battery Bay)
Der schwedische Batteriehersteller Northvolt ist insolvent, wie bekannt ist. Damit wackelt der Bau einer Gigafactoy für E-Auto-Batterien (Symbolbild) in Heide in Schleswig-Holstein. Lyten aus den USA gilt als heißer Kandidat, das Projekt weiterzuführen, wenn alles Nötige dazu stimmig ist ...
(Bild: Battery Bay)

Anfang August kündigte das US-Unternehmen Lyten aus San Jose an, alle verbleibenden Northvolt-Standorte zu übernehmen, was auch Northvolt Drei bei Heide in Schleswig-Holstein betrifft. Bis Ende des Jahres will Lyten-Chef Dan Cook Klarheit, heißt es weiter. Das ist schließlich für das Bundesland eine Riesenchance, die bisher größte Industrieansiedlung seiner Geschichte zu gewinnen. Die Kapazität der Riesenbatteriefabrik beträgt bekanntlich rund eine Million Stück pro Jahr. Die Planungen seien außerdem weitergegangen. Die Fundamente seien gelegt und wo gebe es sonst 100 Hektar Land mit Baurecht im Industriemaßstab, sollte man sich dabei fragen. Die Infrastruktur ist vielfältig und man kann dort im Prinzip heute einen Bauantrag abgeben, wie Dirk Burmeister, Vorstand der Entwicklungsagentur der Region Heide mit Blick auf Lyten betont.

Alles steht und fällt mit weiteren Fördergeldern

Klar dürfte momentan eines sein, auch wenn immer wieder betont wird, dass alle bisher am Bau beteiligten Unternehmen stets ihr Geld erhalten haben, dass ohne staatliche Förderung auch Lyten keine Fabrik in Dithmarschen bauen wird. Öffentliches Geld sei auch schon reichlich verbaut. Und Northvolt hatte von der staatlichen Förderbank KFW über eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel sind laut Bundeswirtschaftsministerium zum Teil verwendet und damit im Sinne des Projekts in Heide bereits weg. Und der noch nicht verwendete Teil des Budgets liege in der freien Kapitalrücklage der deutschen Projektgesellschaft. Die Zweckbindung bestehe für eine Batteriezellfertigung in Heide also fort und die Mittel seien nicht Teil der Insolvenzmasse in Schweden. Und angesichts des Northvolt-Desasters sollte man nun vorsichtig bei Förderungen sein. KFW und Bundeswirtschaftsministerium werden mit Blick auf diese Situation nun den Angaben zufolge in Verhandlungen mit Lyten eintreten. Der Abschluss der Erwerbe (Closing) stehe aber auch noch unter Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Vollzugsbedingungen, die noch einige Monate in Anspruch nehmen würden. Das Ministerium prüfe die Entwicklungen mit Blick auf den Standort Heide und die Auswirkungen auf eine Wandelanleihe außerdem genau.

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