Scrum in der Elektrokonstruktion
„Der Stress ist weg!“

Ein Gastbeitrag von Thomas Holthöfer 5 min Lesedauer

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Großprojekte mit zahlreichen Besonderheiten sorgten in der Elektrokonstruktion des Intralogistik-Spezialisten Remmert regelmäßig für Arbeitsstress. Aus eigenem Antrieb führte die Abteilung daraufhin die aus der Softwarebranche bekannte Projektmanagementmethode „Scrum“ ein. Nach vier Jahren Erfahrung mit der agilen Arbeitsweise kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Die in den Lager- und Automatisierungssystemen verbauten Komponenten wie Kabel, Schalter, Sensoren und SPS-Steuerungen werden bei Remmert von einem Team aus derzeit fünf Elektrokonstrukteuren geplant und dokumentiert.(Bild:  Remmert)
Die in den Lager- und Automatisierungssystemen verbauten Komponenten wie Kabel, Schalter, Sensoren und SPS-Steuerungen werden bei Remmert von einem Team aus derzeit fünf Elektrokonstrukteuren geplant und dokumentiert.
(Bild: Remmert)

„Wir verstehen uns als Dienstleister“, fasst Fabian Spanier das Selbstverständnis seiner Abteilung in einem kurzen Satz zusammen. Der 36-Jährige hat bei dem Intralogistik-Spezialisten Remmert in Löhne Elektroniker für Betriebstechnik gelernt und sich nach einer berufsbegleitenden Weiterbildung zum Techniker im Unternehmen hochgearbeitet. Seit zwei Jahren leitet er die Abteilung Elektrokonstruktion bei der Remmert GmbH. Das Unternehmen hat sich auf automatisierte Lager- und Automatisierungssysteme für das Handling von Blechen in der Metallverarbeitung und von Langgut wie Stahl- und Aluminiumprofilen spezialisiert.

Mit einem Team von derzeit fünf Elektrokonstrukteuren werden alle Kundenprojekte elektrotechnisch geplant. Dazu gehört beispielsweise die Erstellung von Übersichtszeichnungen, Stromlaufplänen, Aufbauplänen und Stücklisten für die in den Lager- und Automatisierungssystemen verbauten Komponenten wie Leitungen, Schalter, Sensoren und SPS-Steuerungen. Diese wichtige Planungsarbeit dient anderen Abteilungen wie dem Einkauf und der Vormontage. Aber auch andere Unternehmensbereiche greifen regelmäßig auf das Know-how der Abteilung zurück. „Wir haben häufig Rückfragen aus dem Service, zum Beispiel während der Montage, oder müssen Machbarkeitsanalysen für spezielle Kundenwünsche erstellen“, erklärt Spanier. Und genau das führte noch vor wenigen Jahren immer wieder zu unerwarteten Unterbrechungen.