Strategien Standardisierte Hilfsmittel bringen Wert der Instandhaltung auf den Punkt

Autor / Redakteur: Andreas Theis / Frank Fladerer

Die Beherrschung komplexer Produktionsprozesse und technischer Systeme erfordert in jedem Unternehmen eine hierauf ausgerichtete und hochqualifizierte Instandhaltung. Mit bis zu 40% Anteil an den Gesamtkosten in produzierenden Unternehmen ist Instandhaltung zum Wettbewerbsfaktor geworden. Ihre Wahrnehmung bewegt sich immer mehr vom Kostenfaktor zum entscheidenden Wertschöpfungsfaktor.

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Trotz der offensichtlichen Wertschöpfungspotenziale wird Instandhaltung immer noch viel zu häufig nur an ihren direkten Kosten gemessen. Ihr Beitrag zu den Zielen und Erfolgsfaktoren in Unternehmen ist nicht transparent genug.

Wertschöpfende Instandhaltung aus vielen Gründen nicht umgesetzt

Die Ursachen für die fehlende, aber notwendige Umsetzung einer wertschöpfungsorientierten Instandhaltung sind vielfältig. Hierzu gehören festgewachsene Strukturen und Prozesse, fehlende Methoden und Instrumente sowie nicht definierte Ziele und Kennzahlen. Aber auch mangelnde Akzeptanz und die Problematik, sich ständig rechtfertigen zu müssen, belasten den Arbeitsalltag des Instandhalters.

Die nachweisbare Instandhaltungsbilanz wird gerade von Praktikern vielfach gefordert. Dazu notwendige, standardisierte und praxisgerechte Instrumente, die den Wertschöpfungsbeitrag der Instandhaltung quantitativ und qualitativ aufzeigen können, sind selten. Falls vorhanden, bleiben diese aufgrund der Komplexität oft nur Großunternehmen vorbehalten.

Einfache Instrumente für die wertschöpfende Instandhaltung notwendig

Gerade aber kleine und mittlere Unternehmen (KMU) brauchen neue Lösungsansätze sowie Best-Practice-Beispiele für die Umsetzung. Hinzu kommt die Forderung nach einfachen Instrumenten und Methoden, um die neuen und komplexen Anforderungen an die wertschöpfungsorientierte Instandhaltung von Maschinen und Anlagen erfolgreich zu bewältigen.

Dieser komplexen und stets hochaktuellen Thematik widmen sich seit 2001 die Teilnehmer des Märkischen Netzwerks Instandhaltung. Hier treffen sich mittlerweile über 40 Instandhalter aus KMU verschiedenster Branchen, um regelmäßig praxisorientierte Lösungen zu entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel der mit fachlicher Begleitung der Effizienz-Agentur NRW entwickelte Instandhaltungs-Check und die technische Risikoanalyse.

Erst Ende 2008 wurde das Projekt Instandhaltung Plus abgeschlossen. Hauptziel dabei war die Entwicklung von praxistauglichen Tools für eine wertschöpfungsorientierte Instandhaltung. Sie sollten so gestaltet sein, dass der Instandhalter sie direkt im Tagesgeschäft anwenden kann.

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