Nächste Negativrunde Stellenstreichungen in jedem dritten Betrieb Deutschlands

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die deutsche Wirtschaft steht vor einem weiteren schwierigen Jahr. Darauf deute eine neue Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hin ...

Die wirtschaftliche Lage wird aufgrund diverser Plagen in Deutschland wohl auch im kommenden Jahr nicht viel besser. Eine aktuelle IW-Umfrage offenbart, dass gut ein Drittel der Betriebe deshalb an Stellenabbau denkt. Vor allem die deutsche Industrie ringe um ihre Zukunft ...(Bild:  P. Ratka)
Die wirtschaftliche Lage wird aufgrund diverser Plagen in Deutschland wohl auch im kommenden Jahr nicht viel besser. Eine aktuelle IW-Umfrage offenbart, dass gut ein Drittel der Betriebe deshalb an Stellenabbau denkt. Vor allem die deutsche Industrie ringe um ihre Zukunft ...
(Bild: P. Ratka)

Zwei Jahre kein oder kaum Wirtschaftswachstum! Und weil es in absehbarer Zeit konjunkturell in Deutschland nicht viel besser werden dürfte, planen rund 36 Prozent der deutschen Unternehmen, im kommenden Jahr Stellen abzubauen, wie das IW analysiert hat. Nur 18 Prozent wollen weitere Mitarbeiter einstellen. Besonders wolkenverhangen sei das Wetter demnach in der Industrie. Denn 41 Prozent der Befragten aus dem Industrieumfeld wollen Stellen abbauen. Aber nur etwa jeder siebte will neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Stimmungsumschwung in den deutschen Unternehmen und eine positive Konjunkturwende mit einer ausgeprägten Aufbruchstimmung lässt sich laut Meinung de IW bisher nicht erkennen. Laut Umfrage des arbeitgebernahen IW sieht zwar ein Viertel der Unternehmen eine höhere Produktion oder Geschäftstätigkeit als im Jahr 2025 auf sich zukommen, doch fast ein Drittel geht von einem weiteren Rückgang aus.

Das Investitionsbarometer steigt in Deutschland kaum

Für 2026 erwartet die Bundesregierung ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von etwa 1,3 Prozent. Schub geben sollen bekanntlich vor allem die milliardenschweren Staatsausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung. Wirtschaftsverbände fordern aber angesichts der im internationalen Vergleich hohen Energiepreise und Steuern sowie steigender Sozialabgaben nichts weniger als grundlegende Strukturreformen. Hinzu kommen Belastungen für die Industrie in Form von US-Zöllen, unsicheren Lieferketten im Bereich der kritischen Rohstoffe und durch die allgemein unsichere Weltlage. Billigstahl aus Asien bringt die Stahlkocher unter Druck. Und China schickt sich jetzt auch noch an, die US-Zölle zu umgehen, indem man die eigene Überproduktion in Richtung Europa umleiten will, um sie loszuwerden. Laut IW planen im kommenden Jahr auch nur 33 Prozent mit niedrigeren und nur 23 Prozent mit höheren Investitionsbudgets. Vor allem die langjährige Investitionskrise in der deutschen Industrie dürfte sich weiter verschärfen und in der industriellen Basis den Druck noch erhöhen.

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