Arbeitssicherheit Warum spezialisierte KI der Schlüssel zu wirksamen Schulungen in der Fertigung ist

Ein Gastbeitrag von Charlotte Rothert * 4 min Lesedauer

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Was tun, wenn Mitarbeiter keine E-Mail-Adresse haben, an die man Schulungsmaterial schicken kann? Was tun, wenn das Onboarding-Dokument nicht verständlich ist, weil neue Mitarbeiter die lokale Sprache nicht sprechen? Oft sind ausgerechnet Personen mit dem größten Risiko diejenigen, die am wenigsten Unterstützung im Bereich Arbeitssicherheit erhalten. Die Frontline Worker effektiver zu erreichen, ist eine der meist vernachlässigten Herausforderungen in vielen Unternehmen. 

Mit spezialisierten KI-Lösungen werden Schulungen nicht länger zu einem administrativen Hindernis, sondern zu einem integrierten Bestandteil der Fertigung. (Bild:  KI-generiert)
Mit spezialisierten KI-Lösungen werden Schulungen nicht länger zu einem administrativen Hindernis, sondern zu einem integrierten Bestandteil der Fertigung.
(Bild: KI-generiert)

Viele Fertigungsunternehmen investieren jedes Jahr große Summen in Onboarding und Schulungen, ohne jedoch genau zu wissen, welcher Nutzen dabei wirklich entsteht. Oft entstehen Doppel- oder Wiederholungsschulungen, externe Agenturen binden Ressourcen, und das Team verbringt viel Zeit mit administrativen Aufgaben statt mit produktiver Arbeit.
 
Gleichzeitig stehen Fertigungsbetriebe unter ständigem Druck, Kosten zu senken, Output und Qualität aber hochzuhalten. Uneinheitliche Schulungen führen schnell zu teuren Stillständen, Fehlern oder gar Sicherheitsvorfällen und Rückrufen. Compliance-Lücken verursachen nicht nur direkte Schäden, sie bremsen auch Wachstum und schwächen das Vertrauen von Partnern und Kunden.

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(Bild: VCG)

Die Fachtagung zeigt, welche Potenziale in Ihrer Produktion ausgeschöpft werden können und bietet Lösungen, die Sie sofort in Ihrem beruflichen Alltag unterstützen. Dabei beleuchtet sie mit praxisnahen Vorträgen die verschiedenen Handlungsfelder, die zu einer Effizienzsteigerung beitragen. Neben den Maschinen selbst stehen dabei auch die nötigen Lösungen aus dem Peripheriebereich wie Werkzeuge, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Handhabung und Simulation im Fokus.

Schulungen kommen nicht an

Eines der zentralen Probleme besteht darin, dass viele Lernsysteme nicht für den Arbeitsalltag einer Produktionsumgebung entwickelt wurden. Produktionsmitarbeitende haben selten die Möglichkeit, sich an stationären Computern einzuloggen, und verfügen oft weder über E-Mail-Zugänge noch über die nötige digitale Routine, um komplexe Benutzeroberflächen zu bedienen. Hinzukommen Sprachbarrieren aufgrund derer Inhalte oft nicht verstanden werden.
 
Gerade bei kurzfristigen Änderungen zeigt sich die strukturelle Schwäche klassischer Schulungssysteme besonders deutlich. Der unmittelbare Wissenstransfer entscheidet über Sicherheit, Ausschussquote und Maschinenlaufzeit. Wenn Schulungsinhalte jedoch nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden, entsteht eine kritische Lücke zwischen geplanter Änderung und tatsächlicher Umsetzung. Übersehene Prüfschritte oder falsch bediente Maschinen sind dann keine Ausnahme, sondern ein systemisches Risiko.

Hoher administrativer Aufwand für dürftige Ergebnisse

Während die operativen Mitarbeitenden nur begrenzt erreicht werden, sind gleichzeitig HR-Abteilungen und Führungskräfte mit einem hohen Verwaltungsaufwand konfrontiert. Viele Schritte müssen manuell ausgeführt werden: von der Erstellung und Pflege der Inhalte über das Nachhalten von Fristen bis hin zur Zuordnung von Zertifikaten in unterschiedlichen Systemen. Auch die Qualifikationslage bleibt häufig intransparent. Wer welche Maschine, Zone oder Anlage tatsächlich bedienen darf, ist oft nur mit hohem zeitlichen Aufwand und über mehrere Tabellen hinweg zu rekonstruieren.
 
Diese Situation schafft Unsicherheit, besonders dann, wenn Kundenaudits anstehen. Weil die vorhandenen Daten selten an realen Produktionsprozessen ausgerichtet sind, müssen Informationen kurzfristig zusammengetragen werden. Für viele Werke wird ein Audit damit zu einem Stressmoment, der Ressourcen bindet und im schlimmsten Fall zu Abweichungen oder Nachforderungen führt.

Spezialisierte KI verändert die Vorzeichen

Eine neue Generation KI-gestützter Lösungen zeigt, dass Schulung in der Fertigung anders gedacht werden kann. Der Ansatz besteht nicht darin, klassische Lernplattformen um zusätzliche Module zu erweitern, sondern den gesamten Qualifikationsprozess von Grund auf neu zu betrachten und eng an den Produktionsalltag zu koppeln. KI kann aus komplexen Arbeitsanweisungen oder Maschinenunterlagen automatisch und innerhalb von Minuten kurze, präzise und handlungsorientierte Inhalte wie Quizzes, Lernkarten oder Videos erzeugen, die genau auf eine Tätigkeit und Standort zugeschnitten sind.
 
Statt auf Zuruf erfolgen Einweisungen also auf Knopfdruck, sobald sich Prozess, Anlagen oder Vorschriften ändern. Mitarbeitende werden automatisch in ihrer Muttersprache benachrichtigt und mit spezifischen, auf ihre Rolle zugeschnittenen Inhalten versorgt. So sind sie kontinuierlich produktiv und fehlerfrei einsatzbereit. Das macht nicht nur das Leben der operativen Mitarbeitenden, sondern auch der Führungskräfte deutlich einfacher. Tagelanges Erstellen von Schulungsmaterial, die Übersetzung des Materials sowie das manuelle Nachhalten von Erinnerungen und Fristen entfallen komplett. Wiederholungen, Nachweise und Signaturen entstehen automatisch, und die Qualifikationslage eines gesamten Werks lässt sich in Echtzeit überblicken – inklusive der Frage, wer heute tatsächlich befugt ist, eine Anlage anzufahren oder an einer Linie zu arbeiten.

Mit KI zu produktiveren und fehlerfreien Prozessen

Mit spezialisierten KI-Lösungen werden Schulungen nicht länger zu einem administrativen Hindernis, sondern zu einem integrierten Bestandteil der Fertigung. Mitarbeitende erhalten genau die Informationen, die sie benötigen, genau dann, wenn sie sie brauchen, und in einer Form, die sie sofort umsetzen können. Fehler, Stillstände und Compliance-Risiken werden reduziert, während Effizienz, Produktivität und Sicherheit steigen. Unternehmen, die diesen Ansatz frühzeitig nutzen, schaffen nicht nur stabile Prozesse, sondern auch eine motivierte, gut vorbereitete Belegschaft – und machen Schulung endlich zu einem echten Hebel für nachhaltigen Erfolg in der Fertigung.

* CEO und Co-Founder von Doinstruct

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