Fließlochbohren

Thermdrill erzeugt in dünnen Blechen Durchzüge für stabile Gewindeverbindungen

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Das Loch entsteht durch Reibwärme

Das Prinzip des Thermdrill-Verfahrens basiert auf der Erkenntnis der Physik: Durch Reibung entsteht Wärme. Der rotierende Fließlochbohrer erzeugt sofort nach dem Materialkontakt so viel Hitze, dass das Material am Kontaktpunkt weich und verformbar wird. Entscheidende Faktoren sind hier der Werkstoff des Fließlochbohrers sowie seine besondere geometrische Bauweise. So entsteht aus dem verdrängten Material in Sekundenschnelle ein Loch mit einer Buchse (Durchzug).

Das Besondere dabei ist, dass aus dem Material, das beim herkömmlichen Bohren normalerweise als Späne verloren geht und entsorgt werden muss, eine absolut verdrehsichere Buchse erzeugt wird. Im zweiten Schritt wird das Gewinde mit Hilfe eines Gewindeformers in einem spanlosen Kaltwalz-Verfahren ins Material gedrückt.

„Die aus dem Material entstandene Buchse vergrößert daher die maximal erreichte Anzahl an Gewindegängen um das Drei- bis Vierfache“, verdeutlicht Ontool-Geschäftsführer Oliver Waldmann die Effektivität der Technologie. Auf diese Weise lassen sich problemlos stabile Schraubverbindungen in dünnwandigen Metallen herstellen. Der auf der Oberseite entstandene Materialaufwurf (Kragen) kann bei Bedarf im selben Arbeitsschritt zerspant werden.

Fließlochbohren eignet sich auch für Bundmetalle und Aluminium

Zur Realisierung verschiedenster Anwendungen hält Ontool ein umfangreiches Standardprogramm an Bohrwerkzeugen für metrische Gewinde von M3 bis M20, metrische feine und Rohrgewinde bis 1“ bereit. Mit dem Thermdrill-Bohrer können sowohl Stahl, Edelstahl als auch Bundmetalle und Aluminium bearbeitet werden. Egal ob in Blech, Vierkant- oder Rundrohr. Es eignet sich für Materialstärken zwischen 1 und 10 mm.

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