Edelstahl-Halbzeuge Thyssen-Krupp verfolgt Doppelstrategie bei Flachhalbzeugen aus Edelstahl

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Bei Flachhalbzeugen aus Edelstahl verfolgt Thyssen-Krupp eine Doppelstrategie: Zum einen die Entwicklung kostengünstigerer Legierungen für größere Anwendungsmärkte wie der Automobilindustrie, zum anderen mehr produktbezogener Service für Endabnehmer.

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Damit wird man laut Karsten Lork weltweit zwei Marktentwicklungen gerecht. Edelstahl bleibe ein Ausgangsprodukt zur Herstellung von Großserienteilen. „Jedoch wird man in Zukunft nur noch mit Besonderheiten richtig Geld verdienen können“, so der Vertriebs-Chef Nirosta im Geschäftsbereich Stainless Global der Thyssen-Krupp AG anlässlich einer Fachpressekonferenz auf Schloß Landsberg in Essen.

Nickelpreis macht Legierung Thermax 4835 wirtschaftlich interessant

Diese Strategie verdeutlichten die Konzernvertreter anhand von Innovationen. So wurde für Abgassysteme der Automobilindustrie die Legierung Thermax 4835 entwickelt, die sich hinsichtlich der Oxidationsbeständigkeit mit Nickelbasislegierungen messen kann, mit 11% Nickelanteil jedoch weiterhin im Segment der Eisen-Chromlegierungen liegt Aufgrund der jüngsten Kostenentwicklung beim Legierungselement Nickel sei dieser Werkstoff preislich attraktiv.

Im Vergleich dazu ist die Herstellung oberflächenstrukturierter Fassadenelemente ein Projektgeschäft, das häufig lange Entwicklungszeiten erfordert, jedoch in der Wertschöpfung Spitzenergebnisse erreicht.

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