Zweifel mehren sich Thyssenkrupp gerät wegen Zweifel am Stahldeal unter Druck

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Gerüchte über ein mögliches Scheitern des Stahldeals mit Jindal Steel & Power aus Indien haben der Thyssenkrupp-Aktie zehn Prozent an Wert gekostet.

Was ist mit dem Deal zwischen Thyssenkrupp Steel und Jindal? Es ist leise geworden! Und erste Zweifel kommen auf, ob das noch klappt. Das tut der Aktie des Stahlkonzerns nicht gut ...(Bild:  Thyssenkrupp)
Was ist mit dem Deal zwischen Thyssenkrupp Steel und Jindal? Es ist leise geworden! Und erste Zweifel kommen auf, ob das noch klappt. Das tut der Aktie des Stahlkonzerns nicht gut ...
(Bild: Thyssenkrupp)

Gestern sackte das Thyssenkrupp-Papier um rund zehn Prozent (auf 8,11 Euro pro Stück) ab. Das, heißt es, ist der tiefste Stand seit etwa einem halben Jahr. Aus den bisherigen Jahresgewinnen, die sich aber bereits zwischen Anfang Februar bis Anfang März aufgelöst hatten, sind aktuell Verluste in Höhe von 12,5 Prozent geworden. Der Auslöser für den zusätzlichen Druck auf die ohnehin schwache Aktie sind offenbar aufkeimende Zweifel, ob es eine Transaktion zwischen Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) und dem familiengeführten indischen Stahlkonzern gibt. Für Thyssenkrupp wäre das sehr schlecht, wie Kenner sagen. Das Stahlgeschäft ist bekanntlich schon länger nur ein Klotz am Bein von Thyssen. Die Hoffnung am Markt sei auch groß, dass nach langer Suche endlich ein Verkauf stattfindet.

Analysten schlossen sich den Hurrah-Rufen nicht an

Die Stahlsparte Thyssenkrupp Steel ist Deutschlands größter Stahlhersteller. Das Unternehmen war aber wegen der Konjunkturschwäche und daraus folgenden Überkapazitäten sowie wegen der hohen Energiepreise und Billigimporten aus Asien in die Krise geraten. Mitte September vergangenen Jahres wurde dann bekannt, dass Verhandlungen mit Jindal laufen. Auch das Echo der Gewerkschaften hallte positiv nach. Doch Analysten blieben schon damals eher zurückhaltend. So gaben sie etwa zu bedenken, dass es bisher Belege dafür gab und gibt, dass das Übernahmeangebot von Jindal wertsteigernd sei. Andere hatten auch auf die hohen Pensionsverpflichtungen aufmerksam gemacht. Ende November dann kam hinzu, dass die IG Metall mitteilte, einem möglichen Verkauf nur zuzustimmen, wenn es eine Vereinbarung über die Arbeitnehmerinteressen gibt. Und die laufende Sanierung wird im laufenden Geschäftsjahr Millionen kosten – auch wegen Abbau und Auslagerung Tausender von Jobs. Jindal wiederum soll im Zuge der Gespräche noch weitere Einsparungen verlangt haben. Seitdem hört man nicht mehr viel vom Deal.

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