Trumpf auf der Euroblech 2022 Trennen, Verbinden und Elektrowerkzeuge

Quelle: Pressemitteilung von Trumpf

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Trumpf zeigt zur Euroblech den einzigartigen Eco Cooler, der Laserschneidmaschinen mit Wasser kühlt und Brightline Scan zum robusteren Laserschweißen. Neue Elektrowerkzeuge fürs Blech gibt es auch.

Trumpf-Laserschneidmaschinen der Serie 1000 (im Bild) bis 5000 werden ab der Euroblech 2022 mit dem Eco Cooler ausgerüstet. Der kühlt beim Laserschneiden nämlich nicht mit F-Gasen, sondern mit Wasser. Hier mehr zu diesem Highlight und anderen Innovationen.(Bild:  Trumpf / M. Stollberg)
Trumpf-Laserschneidmaschinen der Serie 1000 (im Bild) bis 5000 werden ab der Euroblech 2022 mit dem Eco Cooler ausgerüstet. Der kühlt beim Laserschneiden nämlich nicht mit F-Gasen, sondern mit Wasser. Hier mehr zu diesem Highlight und anderen Innovationen.
(Bild: Trumpf / M. Stollberg)

In Stuttgart stellt Trumpf unter anderem der Eco Cooler vor. Es handelt sich dabei um ein sparsames Kühlsystem für Lasermaschinen, das während des Schneidvorgangs eingesetzt wird. Das Besondere: Es kühlt mit Wasser statt mit chemischen Kältemitteln, sogenannten F-Gasen (Fluorinated gases). Der Kühlvorgang verbraucht allgemein aber auch noch viel Energie, außerdem belasten die F-Gase gegebenenfalls die Umwelt, wenn sie entsorgt werden müssen, erklärt Trumpf zu den Vorteilen. Der Eco Cooler kühle deshalb nicht nur mit umweltfreundlichem Wasser, sondern benötige rund 80 Prozent weniger Energie für die Kälteerzeugung. Das sei in der Blechwelt bisher nie dagewesen.

Das Kernprinzip der Kühlung folgt dem einer Wärmepumpe

Das Wasser fließt zu den wärmeerzeugenden Komponenten, also Laserdioden, Optik, Antriebe und Schaltschränke. Es kühlt diese ab und fließt entsprechend wärmer zurück zum Eco Cooler. Dort kühlt ein Wärmetauscher das Wasser in einem besonderen Kühlprozess aus Verdampfung, Verdichtung und Kondensation ab, wie Trumpf erklärt.

Mit dem Eco Cooler spare man aber auch nicht nur CO2 ein – auch Geld. Denn durchschnittlich verringere sich der Ausstoß durch die Energieeinsparung um 15 Tonnen pro Jahr, was eine Ersparnis von rund 10.000 Euro ausmache. Durch den Verzicht auf F-Gase (man denke an die Kigali-Vereinbarung) entfallen natürlich auch die Kosten für das Kältemittel sowie weitere 12 Tonnen Kohlendioxid. Nicht zuletzt stehe ein Verknappung von F-Gasen vor der Tür.

Blick auf die Temperaturanzeige des neuen Trumpf-Eco-Cooler, der dem Laserschneiden jetzt einen kräftigen Nachhaltigkeitsschub verschaffen soll.(Bild:  Trumpf / M. Stollberg)
Blick auf die Temperaturanzeige des neuen Trumpf-Eco-Cooler, der dem Laserschneiden jetzt einen kräftigen Nachhaltigkeitsschub verschaffen soll.
(Bild: Trumpf / M. Stollberg)

Das hat seinen Reiz, denn um ihre Fertigung zukunftsfähig aufzustellen, sollten Blechverarbeiter verstärkt auf klima- und umweltschonende Systeme setzen. Mit dem Eco Cooler unterstütze Trumpf solche Absichten. Die Ditzinger haben den Eco Cooler übrigens mit ihrem Partner Efficient Energy entwickelt. Die Lösung ist ab der Messe für die Trumpf-Laserschneidmaschinen der Serie 1000 bis 5000 erhältlich. Das neue Kühlsystem soll sich nach spätestens knapp drei Jahren Betrieb rechnen.

Laserstrahlsteuerung jetzt über Roboter und Scanner möglich

Mit Brightline Scan stellt Trumpf auch ein neues Verfahren vor, das beim Laserschweißen für mehr Qualität und Robustheit sorgt, wie es weiter heißt. Denn Bisher konnte der Laserstrahl beim Schweißen nur über den Schweißroboter gesteuert werden. Bei der neuen Möglichkeit lässt sich der Laserstrahl aber auch über den Laserscanner bewegen, wie Trumpf betont. Diese Kombination erzeugt nicht nur eine Vorwärtsbewegung des Roboters sondern auch eine weitere, frei programmierbare Laserbewegung in jede beliebige Richtung. Speziell entwickelte Leichtbauspiegel (Fokussieroptik PFO 20), die im Roboter integriert seien, machten eine Art „Oszillationsbewegung“ möglich.

Mit der Funktion Brightline Scan können Blechkomponenten prozesssicherer mit dem Laser geschweißt werden, sagt Trumpf. Auch sie hat ihren Auftritt auf der Euroblech 2022. Das Besondere: Der Laserstrahl kann sowohl mit dem Roboter als auch per Scanner gesteuert werden.(Bild:  Trumpf)
Mit der Funktion Brightline Scan können Blechkomponenten prozesssicherer mit dem Laser geschweißt werden, sagt Trumpf. Auch sie hat ihren Auftritt auf der Euroblech 2022. Das Besondere: Der Laserstrahl kann sowohl mit dem Roboter als auch per Scanner gesteuert werden.
(Bild: Trumpf)

Mit ihr ließen sich Frequenzen im Kilohertz-Bereich erzielen, weshalb man die mögliche Blechdicke beim Wärmeleitschweißen von drei auf sechs Millimeter verdoppeln könne. Mit Brightline Scan können die Anwender die Anbindungsfläche der Bauteile, die direkt vom Laserstrahl aufgeschmolzen wird, je nach Anwendung individuell einstellen, führt der Euroblech-Aussteller weiter aus. Das steigere die Prozesssicherheit und die Qualität der Bauteile. Mit der zusätzlichen Strahlführung über den Scanner verzeihe das Laserschweißen auch Fehler besser, was den Ausschuss nach unten drücke. Denn bisher war eine Abweichung des Laserstrahls von der Soll-Schweißnaht von einem Millimeter schon zu viel. Jetzt können Schwankungen am Bauteil besser ausgeglichen werden, betonen die Experten. Ab der Euroblech wird es die Funktion in der Laserschweißmaschine Trulaser Weld 5000 geben.

Laserschweißsteuerung einfach programmieren und anwenden

Trumpfs Brightline Scan führt zu einer Oszillationsbewegung des Laserstrahls beim Schweißen. Die schweißbare Blechdicke kann etwa so von drei auf sechs Millimeter erhöht werden. Im System Trulaser Weld 5000 wird sie ab der Euroblech 2022 erhältlich sein.(Bild:  Trumpf)
Trumpfs Brightline Scan führt zu einer Oszillationsbewegung des Laserstrahls beim Schweißen. Die schweißbare Blechdicke kann etwa so von drei auf sechs Millimeter erhöht werden. Im System Trulaser Weld 5000 wird sie ab der Euroblech 2022 erhältlich sein.
(Bild: Trumpf)

Aufgrund der nahtlosen Integration von Brightline Scan in die Schweißoptik des Roboters lässt sich die Schweißzelle außerdem wie gewohnt schnell und einfach programmieren, verspricht Trumpf. In sogenannten Techsets werden dazu die Parameter für alle gängigen Anwendungen zur Verfügung gestellt. Anwender könnten Brightline Scan aber auch in der Offline-Programmierung Trutops Weld der Schweißzelle bedienen. So lässt sich die Maschine auch programmieren, während sie Teile schweißt, heißt es zum Vorteil dieser Herangehensweise. Kleine und große Stückzahlen ließen sich damit schnell und wirtschaftlich abarbeiten. Außerdem werde etwas gegen den Fachkräftemangel getan, weil grundlegende Informationen zum Prozess direkt auf der Maschine speicherbar seien. Und weil sich insbesondere Blechdicken von maximal sechs Millimetern prozesssicher verschweißen lassen, eignet sich das Feature vor allem für Landwirtschafts- oder Baumaschinen. Die hohen Präzision und Qualität der Schweißnähte läßt aber auch an Produkte für die Möbelindustrie denken, oder an das Schweißen von Batteriewannen für die Elektromobilität. Weiterhin gehören Schaltschränke zu den klassischen Anwendungsfällen von Brightline Scan.

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Hingucker aus dem Elektrowerkzeug-Sektor

Gleich neben dem Hauptstand von Trumpf, in Halle 11 werden auch die neuesten Elektrowerkzeuge aus Ditzingen präsentiert. Als wichtiges Werkzeug für Anwender von 2D-Lasermaschinen verweist man gleich auf das Auflageleisten-Reinigungsgerät Trutool TSC 100. Denn damit lässt sich die beim Laserschneiden anfallende Schlacke von den Auflageleisten entfernen, was einfach, sauber und schnell funktioniert, wie es dazu heißt. Wie schnell sich der TSC 100 im praktischen Einsatz amortisiere, zeigten Berater des Unternehmens anhand eines Wirtschaftlichkeitsrechners, der mit realen Kundendaten gefüttert werde. Das Ergebnis liegen in Sekundenschnelle vor.

Produktive Schweißkantenformer bereiten Bauteile optimal vor

Und wenn Bleche, Profile oder Rohre zur Kantenbearbeitung nicht wirtschaftlich zur Maschine kommen können, kommt eben die Maschine zum Blech. Das Geschäftsfeld Elektrowerkzeuge von Trumpf hat genau dafür verschiedene Typen in petto.

Im Mittelpunkt des eher kleinen Trumpf-Geschäftsfeldes stehen diverse Werkzeuge zur Kantenerzeugung, zu denen die produktiven Schweißkantenformer Trutool TKF 700 und TKF 1500 zählen. Beide Maschinen arbeiten nach dem sogenannten Stoßstahlprinzip und erzeugen so oxidfreie sowie geometrisch gleichförmige Kanten, erklärt der Aussteller. Das ist eine gute Ausgangsbasis, um zuverlässige Schweißverbindungen mit höchster Festigkeit zu erreichen. Der als handlich bezeichnete TKF 700 ist mit 5,3 Kilogramm relativ leicht und eignet sich für Fasenlängen bis zu sieben Millimeter. Der TKF 1500 bringt dann schon 16,5 Kilogramm auf die Waage, produziert dafür aber Fasenlängen bis zu 15 Millimeter.

Ebenso live zu erleben sind die Kantenfräser Trutool TKA 700 und TKA 1500. Das Kantenfräsen gelinge mit ihnen schnell und emissionsfrei. Man erhalte nicht nur oxidfreie Oberflächen, sondern auch metallisch blanke, optisch gefällige Kanten. Damit gelten sie als perfekte Vorbereitung für sich anschließende Beschichtungen oder Lackierungen.

Nicht zu vergessen: Das Geschäftsfeld Elektrowerkzeuge von Trumpf bringt auch eine Auswahl seiner Produktpalette aus Akkus mit nach Stuttgart. Sie treiben Schlitzscheren, Scheren, Nibbler, Profilnibbler und Fügepressen an.

Trumpf auf der Euroblech: Halle 26, Stand D51, Halle 11 Stand B70 und B94, HAlle 13, Stand F242

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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