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Schürzenartiger Strahlschutz
Die Bewegung des Stanzkopfs lässt aber auch eine weitere Möglichkeit zur Teileentnahme zu: Trumpf bietet bei der Trupunch 1000 optional und bei der Trumatic 1000 fiber standardmäßig eine zusätzliche flexible 400 mm × 1250 mm große Teileklappe an. Diese lässt sich mit einem Sensor ausstatten, der erkennt, ob alle Teile prozesssicher aus dem Arbeitsraum der Maschine ausgeschleust wurden. Über diese vergleichsweise große Teileklappe lassen sich sowohl im Stanz- als auch im Laserbetrieb lange und breite Teile in Container, auf Europaletten oder Förderbänder ausschleusen.
Auch für die Trumatic 1000 fiber galt der Anspruch, die Maschine so kompakt wie möglich zu bauen. Speziell für das modulare Baukastensystem hat Trumpf deshalb einen Strahlschutz mit minimalem Platzbedarf entwickelt. Diese Schutzumhausung ist wie eine Schürze ausgeführt, die eng am Maschinentisch anliegt. Im Stanzbetrieb fährt sie nach unten und gewährt dem Bediener den direkten und ungehinderten Einblick in den Prozess. Sobald im laufenden Programm die Laserbearbeitung gestartet wird, fährt die Umhausung hoch und eine Haube senkt sich über den Delta Drive, an dem die Laser-Bearbeitungseinheit befestigt ist. Die geringe Streustrahlung, die während des Fertigungsprozesses in einem flachen Winkel unter den Bürsten des Bearbeitungstisches austreten kann, fangen die hochgefahrenen Schürzen ab. Zwei Laserlichtschutzscheiben lassen die Sichtkontrolle des laufenden Prozesses zu.
Die Platzsparer in der Fertigung
Auch in der automatisierten Version sind die beiden 1000er kompakter als alle anderen vergleichbaren Maschinen auf dem Markt. An beide lässt sich zusätzlich ein neu entwickelter Sheetmaster Compact anbinden. Er belädt Bleche und Zuschnitte bis zur mittelformatigen Dimension und entlädt Microjoint-Tafeln sowie Restgitter, dank optimierter Beladezyklen, prozesssicher und überwiegend hauptzeitparallel. Den heutigen Anwenderforderungen entsprechend, lassen sich beide Maschinen intuitiv per Touchscreen steuern. Eine mobile Bedienung per Tablet ermöglicht die Mobilecontrol App. Zur Programmierung ist die Trutops Boost Punch Software notwendig. Eine Lizenz, inklusive Wartungsvertrag, ist im Lieferumfang der Maschine enthalten.
Wie profitiert der Anwender?
Fasst man alle Eigenschaften, Funktionen und Optionen zusammen, kommt man zu dem Ergebnis, dass mit der aufrüst- und automatisierbaren Trupunch 1000 erstmals auch für größere Handwerksbetriebe die Möglichkeit besteht, risikofrei in die CNC-Blechbearbeitung einzusteigen, ohne sich dabei den Weg nach oben zu verbauen, weil etwa in unflexible, nicht zukunftsfähige Systeme investiert wird.
Im Kombibereich existiert mit der Trumatic 1000 fiber nun ein günstiges Einstiegsmodell für all diejenigen Anwender, die mit ihrer Lasermaschine auch umformen und/oder Gewinde in ihre Bauteile einarbeiten wollen. Und wer bisher überwiegend mit dem Laser arbeitet, genießt mit der flexiblen, groß ausgelegten Teileklappe und der Funktion zum Ausschleusen von Kleinteilen, einen echten Benefit.
Eine zentrale Innovation in diesem neuartigen Maschinenkonzept ist der Delta-Drive-Antrieb, der erstmals den Stanzkopf in Bewegung bringt. Mit einem modularem Baukastensystem plus Delta Drive läutet Trumpf eine neue Ära in der Stanz- und Laserbearbeitung. Nicht zuletzt die besonders hohe Flexibilität der Anlage macht dem Maschinennutzer den Ein- oder Umstieg in neue Bearbeitungsprozesse so einfach und sicher wie nie zuvor. MM
* Dr.-Ing. Alexander Ebert leitet im Bereich Baureihe der Trumpf Werkzeugmaschinen die Produktlinien Trupunch und Trumatic. Weitere Informationen: Trumpf GmbH + Co. KG in 71254 Ditzingen. Tel. (0 71 56) 3 03-0, info@de.trumpf.de, www.trumpf.com
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