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Mit „Pressure Controlled Hardening“ hat Schuler die Technologie weiterentwickelt. Dabei wird ein starker Kontaktdruck auf das Bauteil ausgeübt, was entsprechend den physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu einem hohen Wärmeübergang zwischen Werkzeug und Bauteil führt. Nur beim druckgeregelten Härten sind Umform- und Abkühlungsvorgang während des Formhärteprozesses kontrollierbar, was zu einer kürzeren Zykluszeit und einer Schonung des Werkzeugs führt.
Beim PCH härtet das gesamte Bauteil gleichmäßiger aus
Während sich bei herkömmlichen Verfahren oft Wärmenester bilden, härtet beim PCH das gesamte Bauteil gleichmäßiger aus. Dadurch erhöht sich die Teilequalität, genauere Formtoleranzen und eine gleichmäßige Aushärtung des gesamten Bauteils sind die Folge. Auch komplizierte Teilegeometrien und neuartige Blechverbindungen wie Tailor-Welded-, Tailor-Rolled- oder Patchwork-Platinen lassen sich mit reduzierter Abkühlzeit herstellen.
Demnach ermöglicht die innovative Pressentechnik mit Kissentechnologie eine umfassende Prozesskontrolle (Bild 3). Während die Teilequalität früher hauptsächlich vom Werkzeug abhängig war, ist sie nun durch die in die Presse integrierten Funktionen bestimmbar. Die kürzeren Abkühlzeiten und die High-Speed-Transferautomation statt der herkömmlichen Roboter- oder Feederautomation machen abhängig von der Materialstärke eine minimale Zykluszeit von 8 s möglich. Bei einer Fertigung von bis zu vier Teilen pro Hub erreicht man damit eine Ausbringung von bis zu 30 Teilen pro Minute (Bild 4). Dazu kommt der Vorteil von einfacheren Werkzeugen.
Neuer Pressenantrieb kombiniert verschiedene Systeme
Aufgrund der erforderlichen hohen Schließgeschwindigkeiten wurden in der Vergangenheit hauptsächlich Pressen mit hydraulischen Speicherantrieben eingesetzt. Die Vorteile dieses Antriebs bei der Arbeitsgeschwindigkeit wurden jedoch mit einem hohen Energieverbrauch erkauft. Deshalb ging man zunehmend dazu über, Anlagen mit hydraulischen Pumpendirektantrieben und einer Stufenschaltung einzusetzen. Die geringeren Arbeitsgeschwindigkeiten waren zwar ausreichend, hatten aber den Nachteil einer hohen Anschlussleistung.
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