Sicher und nachhaltig
Wasseraufbereitung mit Komponenten aus Edelstahl

Ein Gastbeitrag von Ursula Herrling-Tusch 6 min Lesedauer

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Weltweit werden Zugang, Verfügbarkeit und Verbrauch von sauberem Wasser immer kritischer. Vielfältige Verschmutzungen machen die Wasseraufbereitung wichtiger denn je. Industrie, Gewerbe, Kommunen, medizinische Einrichtungen und private Haushalte verlassen sich mit Blick auf Effizienz und nachhaltige Sicherheit der Wasseraufbereitung auf Komponenten aus Edelstahl Rostfrei.

Zur Aufbereitung von Wasser werden je nach Einsatzzweck verschiedene Verfahrensschritte kombiniert und stufenweise mechanisch, biologisch und chemisch umgesetzt.(Bild:  WZV / Huber Technology)
Zur Aufbereitung von Wasser werden je nach Einsatzzweck verschiedene Verfahrensschritte kombiniert und stufenweise mechanisch, biologisch und chemisch umgesetzt.
(Bild: WZV / Huber Technology)

Laut BUND und Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2019 rund 20 Milliarden Kubikmeter Wasser aus Flüssen, Seen und Grundwasser entnommen, knapp drei Viertel zum industriellen Verbrauch. Ein Großteil davon wiederum ist industrielles Prozesswasser, das abgestimmt auf die jeweiligen Produktions- und Reinigungsprozesse genutzt wird. Voraussetzung dafür sind Prozesswassertechnologien, die maximale Betriebssicherheit, Kosteneffizienz sowie Umweltschutz durch effiziente Aufbereitung vereinen. Ziel jeder Prozesswasseraufbereitung ist ein Destillat, das möglichst erneut verwendet oder umweltverträglich in eine Kläranlage eingeleitet werden kann. Abgeschiedene Schadstoffe können dann als Kondensat mit sehr geringem Wasseranteil kostengünstig thermisch entsorgt oder sogar als wertvoller Rohstoff zurückgewonnen werden. Zero Liquid Discharge (ZLD) ist ein vielbeachtetes Zukunftsthema, um durch die Kombination verschiedener Abwasserbehandlungsverfahren eine abwasserfreie Produktion zu erreichen. Zwei unterschiedliche Formen der Prozesswasseraufbereitung werden dafür wahlweise eingesetzt: Wasser-Recycling – das Abwasser wird aufbereitet und wieder in denselben Kreislauf zurückgeführt, in dem es zuvor verwendet wurde – oder Wasser-Wiederverwertung (Re-Use). Bei Re-Use findet das gereinigte Abwasser einen anderen Einsatzzweck als bei der ursprünglichen Verwendung: Nach seiner Aufbereitung wird es, abhängig von der jeweils anwendungs- und industriespezifischen Qualitätsanforderung, beispielsweise als Heiz- oder Kühlwasser, zur Bewässerung oder Reinigung genutzt.

Ob Roh-, Brunnen-, Oberflächen- oder Prozesswasser: Jedes verwendete Wasser weist spezifische Eigenschaften auf. Laboruntersuchungen des aufzubereitenden Wassers – das gilt für unbehandelte Brunnen- und Rohwasser ebenso wie für Prozesswasser – geben Aufschluss über die individuelle Wasserbeschaffenheit: Welche Stoffe in welcher Konzentration darin enthalten sind und welche Qualitätsparameter es bei der Wasserreinigung zu erfüllen gilt. In vielen Branchen entscheidet die Qualität der Prozesswasseraufbereitung zugleich über die Produktqualität und unterliegt dann besonders strengen gesetzlichen Auflagen. Das gilt insbesondere für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Krankenhäuser, Labore und Kraftwerke sowie für die Chemie-, Pharma-, Biotechnologie-, Halbleiter-, Öl- und Gasindustrie.