Mikrowasserstrahlschneiden

Wasserstrahl überwindet die Grenzen des Lasers

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Große Chancen für sein Unternehmen sieht Bernhard Fehrentz außer in der Medizintechnik in der Elektromobilität. Denn mit dem Einsatz von Strom für den Antrieb steigen die Stromstärken im Fahrzeug. Dünne Kupferkabel reichen dann an vielen Stellen nicht mehr aus – es werden mehrere Millimeter dicke Elemente aus Kupfer erforderlich.

Wasserstrahlschneiden meistert Herausforderungen der Elektromobilität

Für die daraus resultierenden neuen Anforderungen ist Fehrentz bestens aufgestellt: Per Wasserstrahl kann er das Kupfer problemlos und präzise schneiden – und das Biegen der Teile erledigt er auch im eigenen Haus. Denn seit knapp zehn Jahren verwendet das Unternehmen einen selbst entwickelten „Biegebaukasten“.

Aus den einzelnen Teilen setzen seine Mitarbeiter die jeweils benötigten Stempel zusammen. Nur in seltenen Fällen müssen sie einen speziellen Stempel herstellen. Damit kann das Unternehmen dem Kunden ein fertiges Teil schnell und aus einer Hand liefern: Das Schneiden und Biegen erfolgen inhouse, eine eventuell notwendige Galvanik steuern Partnerunternehmen bei.

Alle Möglichkeiten beim Mikrowasserstrahlschneiden ausprobieren

Weil er in dem neuen Verfahren viel Potenzial sieht, hat Bernhard Fehrentz das Mikrowasserstrahlschneiden zur Chefsache gemacht: Er selbst fährt die neue Anlage, testet die Möglichkeiten aus. „Hier schneidet der Chef persönlich“, scherzt er und ergänzt: „Die Maschine ist für mich so wichtig, dass ich selbst wissen will, was sie kann, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, um die Möglichkeiten auszureizen.“

Dafür hat er mit Daetwyler genau den richtigen Partner. An seinem Lieferanten schätzt Fehrentz, dass er Optimierungen an der Anlage in einem Dialog auf Augenhöhe mit dem Kunden vornimmt und die Vorschläge der Kunden auch für Verbesserungen nutzt. Da treffen sich schon mal mehrere Anwender mit Walter Maurer und Experten von Daetwyler vor Ort und fachsimpeln, bis sie eine Möglichkeit für künftige Verbesserungen gefunden haben.

Wasserstrahlschneidmaschine mit leicht austauschbarer Steuerung

Zudem ist Bernhard Fehrentz beeindruckt von der Orientierung am langfristigen Kundennutzen bei Daetwyler, für die er ein Beispiel nennt: In seinem Maschinenpark befindet sich eine 15 Jahre alte Laseranlage, aufgebaut auf einem Granitgestell, die fast noch genauso exakt arbeitet wie am ersten Tag. Nur: Ersatzteile für die Steuerung sind immer schwerer zu finden. Die Konsequenz: „Ich muss die Maschine womöglich verschrotten, obwohl 80% der Anlage noch bestens in Schuss sind“, beklagt der Unternehmer.

Daetwyler dagegen verfolge von jeher eine andere Philosophie: Man kombiniere eine präzise Bearbeitungsmaschine so mit einer Steuerung, dass man später, wenn die Wartung schwierig wird, eine neue Steuerung einbauen kann. Das, so Fehrentz, „hat mich stark beeindruckt. Und die Wasserstrahlanlage ist so solide aufgebaut, dass sie auch in 30 Jahren gut noch arbeiten kann.“ Diese hohe Einsatzdauer mache sie unterm Strich zu einer sehr preisgünstigen Maschine.

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