AR-Messverfahren im Stahlbau
Wie Messdienstleister mit der dynamischen Laserprojektion Zeit und Kosten sparen

Ein Gastbeitrag von Peter Keitler* 4 min Lesedauer

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Präzisionsmessungen im Stahlbau stellen hohe Anforderungen. Erfahren Sie hier, wie die dynamische Laserprojektion mit innovativer AR-Technologie den Vergleich von Ist- und Sollzuständen verbessert und Prozesse effizienter gestaltet.

Schweißnähte und Laserkonturen projiziert der Laser präzise und direkt auf das Bauteil.(Bild:  ITER Organisation)
Schweißnähte und Laserkonturen projiziert der Laser präzise und direkt auf das Bauteil.
(Bild: ITER Organisation)

Messverfahren sind häufig aufwändig und kosten Zeit und Geld. Gerade im Stahlbau ist es eine besondere Herausforderung, den Ist- und Sollzustand von Bau- und Anbauteilen über verschiedene Fertigungsstufen hinweg zu vergleichen. Schweißverzug oder andere typische Fertigungstoleranzen führen dazu, dass Bauteile fast nie exakt dem CAD-Modell entsprechen. Hier kommt die dynamische Laserprojektion ins Spiel. Die innovative AR-Technologie beschleunigt und vereinfacht diesen Prozess erheblich. Das spart den Messtechnikern Zeit und Geld und erhöht die Genauigkeit.

Herausforderungen und Lösungen in der Stahlbau-Messung: Die Rolle der dynamischen Laserprojektion

Messungen im Stahlbau sind keine Trivialität. Immerhin arbeiten die Monteure in diesem Bereich oft mit individuellen, komplexen Konstruktionen, die präzise Arbeit erfordern. Meist handelt es sich um Kleinserien und Sonderanfertigungen, an die hochspezielle Anbauteile angeschweißt werden müssen. Eine besondere Herausforderung im Stahlbau besteht nun darin, dass sich Bauteile beim Schweißen durch die Wärmeeinwirkung verziehen. Ein ähnliches Problem stellt sich bei Gussteilen durch den typischen Materialüberstand. Bereits die auf CAD-Daten basierende Grundstruktur weicht vom Modell ab, was die Umsetzung eines aufwendigen Toleranzmanagements essenziell macht. So lassen sich notwendige Anpassungen an der Grundstruktur vornehmen, bevor Anbauteile montiert werden. Alternativ können die Soll-Montagepositionen unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Abweichungen an den Ist-Zustand des Grundkörpers angepasst werden.