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Auch in Punkto Prozesssicherheit hat Wieland nach eigenen Angaben bisher gute Erfahrungen gemacht: Fehlerwahrscheinlichkeit und Qualitätsschwankungen seien signifikant gesunken, die Anlagen würden zudem eine bessere Reproduzierbarkeit der Halbfabrikate bieten.
Verbesserungen auch im Umfeld des Pressens
Weitere Verbesserungen würden sich im Umfeld des eigentlichen Press-Prozesses ergeben: Die bisher drei Instandhaltungs-Werkstätten sind laut Mitteilung im Neubau an einem zentralen Standort zusammengefasst, mit entsprechenden Synergieeffekten. Auch der Materialfluss sei optimiert worden.
Im Vorlauf der neuen Presse erfolge die Beschickung der Produktionsstraße mit Bolzen aus diversen Kupferlegierungen nun vollautomatisch. Die Sägeanlage als erste Station ermögliche die parallele Bearbeitung von jeweils zwei Sägeaufträgen, wodurch die Presslinie kontinuierlich beschickt werden könne. Die neuen Gasöfen für die Erwärmung der Bolzen hätten mehrere Wärmerückgewinnungsstufen und erreichten einen Wirkungsgrad von über 80%.
Viele Produkte lassen sich auf einer einzigen Presse fertigen
Bei einem hohen Automatisierungsgrad und kurzen Rüstzeiten kann ein breites Produktspektrum auf einer einzigen Presse gefertigt werden, heißt es in der Mitteilung. Die neue Presse ermögliche im direkten und indirekten Pressverfahren die Herstellung von Produkten aus drei verschiedenen Bolzenabmessungen. Die Zusammenfassung dieser Funktionen in einer Anlage sei bei den Wieland-Werken in Vöhringen erstmals realisiert worden und in diesem hohen Automatisierungsgrad bisher weltweit einmalig.
Im Anschluss an den Pressvorgang ermögliche ein flexibles Auslauf-System die bestmögliche Anpassung an das Produkt. Das Auspressen könne trocken sowie im Wasser erfolgen, in 1-4-Loch-Varianten und wahlweise auf einer Rollen- oder Plattenbahn. Auch die Kombination dieser Auslaufsysteme innerhalb eines einzigen Presswerkes sei eine Weltneuheit, die erstmals bei der Wieland-Werke AG umgesetzt wurde.
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