Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung WSM-Mitglieder wählen Michael Schädlich zum Präsidenten

Redakteur: Stéphane Itasse

Michael Schädlich (60) ist neuer Präsident des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung. Die Mitgliederversammlung hat Schädlich, der die Nachfolge von Ulrich Galladé antritt, in Düsseldorf einstimmig für die laufende Amtsperiode bis Juni 2012 gewählt.

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Schädlich will sich in seiner Amtszeit unter anderem für bezahlbare Energiepreise einsetzen. „Unsere mittelständischen Betriebe brauchen vernünftige Rahmenbedingungen und mehr Freiraum, um weiterhin erfolgreich zu sein“, sagte er bei seiner Amtseinführung. In diesem Zusammenhang weist er auf die zu Jahresbeginn gestiegenen Energiekosten durch die Förderung erneuerbarer Energien hin: „Wir befürworten eine nachhaltige, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. So ist die Energieeffizienz in den Unternehmen sehr weit fortgeschritten. Aber die neuen Zusatzbelastungen durch die EEG-Umlage gerade für kleine und mittelständische Betriebe sind überproportional hoch.“

WSM plädiert für faire Lieferkette

Weiterhin werde er sich für eine faire Gestaltung der Lieferkette sowie optimale Bedingungen für die Unternehmensfinanzierung und die Internationalisierung der Unternehmen einsetzen. Auch für das Image der Branche müsse mehr getan werden, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Von 1996 bis 2010 leitete Schädlich die Unternehmensgruppe Dorma, einen der Weltmarktführer für Türbeschlagsysteme. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen stark im Ausland, der Umsatz verdreifachte sich. Schädlich promovierte 1976 in Hamburg in Physik. Vor seinem Einstieg in die Geschäftsleitung von Dorma 1994 war er für die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, Essen, die Krupp Atlas Elektronik GmbH, Bremen, für die Digital Equipment GmbH, München, und die Krone AG, Berlin, tätig. Heute ist Schädlich unter anderem Vorsitzender des Beirats der Unternehmensgruppe Altenloh, Brinck & Co (ABC) in Ennepetal, Mitglied in einem WSM-Fachverband.

Der gebürtige Wuppertaler ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der passionierte Segler möchte sein Amt sach- und ergebnisorientiert angehen. „Einzelne Interessen sollten nicht den Blick auf das Gesamtbild verstellen.“

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