Agtos feiert 20.! – Ein Grund für einen kurzen Rückblick und die Aussicht auf die Entwicklungen in der Strahltechnik der Zukunft.
Eine Drahtgurt-Strahlmaschine vom Typ BS von Agtos.
(Bild: Agtos)
Gleich mit zwei Werken startete das Gründerteam von Agtos im Jahr 2001. Die Maschinen werden vom ersten Tag an in Emsdetten bei Münster konstruiert. Schon die ersten Mitarbeiter konnten auf langjähre Erfahrungen in der Strahltechnik aufbauen. Hinzu kamen Kolleginnen und Kollegen mit neuen Impulsen und Ideen. So entwickelte sich das innovative Unternehmen schnell zu einem international beachteten, zuverlässigen Partner in allen Bereichen der Schleuderrad-Strahltechnik. Dazu gehören natürlich die neuen Strahlmaschinen. Alle gängigen Typen, wie Muldenband-, Hängebahn-, Rollbahn- und Drahtgurt-Strahlanlagen gehören zum Produktprogramm. Doch auch die Kunden mit Sonderwünschen und speziellen Anforderungen werden seit dem Start des Unternehmens bestens versorgt. So werden die Maschinen in den Dimensionen und beim Transport der Werkstücke den Erfordernissen angepasst. Konstant bleibt die hohe Qualität der gestrahlten Oberflächen und die Wirtschaftlichkeit der Maschinen.
Hochwertige Turbinentechnik
Selbst entwickelte und patentrechtlich geschützte Schleuderräder in den Hochleistungsturbinen, die das Herz einer jeden Agtos-Strahlmaschine bilden, haben bislang auch die höchsten Anforderungen erfüllt. Das ist beachtlich, denn Maschinen von Agtos werden gern für den Dreischichtbetrieb eingesetzt. Es gibt die Hochleistungsturbinen in zwei Größen mit einer Vielzahl verschiedenster Materialkombinationen und Leistungsstärken. So werden alle Strahlziele abgedeckt. Vom Reinigen über das Entgraten, Aufrauen, Verfestigen bis hin zum Finishen der Oberflächen verschiedenster Materialien.
Ein Novum für den damaligen Markt war die offensive Vermarktung von gebrauchten Strahlmaschinen verschiedenster Hersteller. Stets das Wohl des Kunden im Blick, lassen sich damit kurzfristige Produktionsengpässe, schmale Budgets und längere Lieferzeiten bestens überbrücken. Dabei sind diese Maschinen ebenfalls mit CE Zertifikat ausgestattet und die Ersatzteilversorgung sowie der Service sind gesichert.
Ersatz- und Verschleißteile und zuverlässiger Service
Da das im Einsatz befindliche Strahlmittel nicht nur die Oberflächen der Werkstücke verändert, sondern auch bestimmte Teile in den Strahlmaschinen, ist die gute Versorgung der Kunden mit entsprechend guten Verschleißteilen essentiell. Dazu wurde am Stammsitz ein großes Lager geschaffen, so dass viele Teile auch von Fremdmaschinen im schnellen Zugriff sind. Eine gut besetzte, kompetente Serviceabteilung hält den Kontakt zum Kunden und übernimmt weltweit Beratung und Versand. Hier werden auch die regelmäßigen Wartungsarbeiten koordiniert und ad-hoc- Serviceeinsätze schnell und zuverlässig geplant.
Der beim Strahlprozess entstehende Staub wird von Patronenfilteranlagen zuverlässig abgesaugt und separiert. Hier kommt ein spezielles System zum Wechseln der Filterpatronen zum Einsatz. Ein Schubsystem sichert den korrekten Anpressdruck und sorgt für ein montagefreundliches Wechseln der Patronen.
Zur Einbindung der Strahlmaschinen in den Betriebsablauf werden die erforderlichen Transportsysteme wie Hängebahnen, Rollbahnen, Beschicker und sonstige Fördersysteme mitgeliefert.
Trends in der Strahltechnik
Vielen Kunden reicht eine hochwertige, zuverlässige und wirtschaftliche Strahltechnik jedoch nicht mehr. Es gibt neue Trends in der Strahltechnik, bei deren Entwicklung AGTOS stets führend ist.
Dazu gehört das Erfassen und Auswerten vieler Maschinendaten. Dies ermöglicht es dem Betreiber, den Zustand der Maschinen aktuell und fortwährend zu prüfen. Damit kann er sonst unvorhergesehene Störfälle, drohende Stillstände und damit verbundene höhere Kosten vermeiden. Zudem hat der Betreiber eine Übersicht über die laufenden Kosten, die maßgeblich vom Energie- und Strahlmittelverbrauch sowie vom Wartungszustand der Maschinen beeinflusst werden.
Um auch die zukünftig erforderliche Kommunikation der Strahlmaschinen mit anderen Anlagen in weiteren Prozessstufen zu ermöglichen, arbeitet Agtos mit anderen Unternehmen und Deutschlands größtem Verband der Maschinenhersteller, VDMA, zusammen. In einer Arbeitsgruppe werden Parameter für eine gemeinschaftlich definierte, branchenspezifische OPC UA Schnittstelle für Strahlanlagen erarbeitet.
Stand: 08.12.2025
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OPC UA steht für „Open Platform Communications Unified Architecture“ und ist ein standardisiertes, gesichertes Kommunikationsprotokoll für die Machine-to-Machine-Kommunikation und die industrielle Automation. Der OPC UA Branchenstandard für die Strahltechnik ist der Beitrag für eine interoperable Produktion mit Strahlverfahren.
Zeit der Coronapandemie sinnvoll genutzt
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie haben auch den Absatz von Strahlmaschinen berührt. Hier wurde jedoch sofort reagiert und ein Programm zur Überarbeitung der Produktlinien aufgelegt. So wurde die Angebotspalette der einzelnen Maschinentypen überarbeitet. Auch die Funktionen der Maschinen wurden neu strukturiert. Grundfunktionen sind als solche erkennbar und weitere Features optional dargestellt. Die Vorteile kommen den Kunden zugute. Sie erhalten Strahlmaschinen mit bester Technik zu fairen Preisen. Optisch wurde ein neues, ansprechendes Farbkonzept für die Strahlmaschinen umgesetzt.
Im Service erschließt die neue Service App neue Vorteile für die Kunden. Sie steht in den bekannten Android und Apple Stores zum Download bereit. Ohne Fahrtaufwand und –kosten kann der Agtos-Servicetechniker Tipps und Anleitungen für Wartungs- und Reparaturfälle geben. Auf Wunsch werden diese simultan übersetzt. Der Servicetechniker sieht exakt das gleiche wie der Mann vor Ort. So kann er die Situation optimal einschätzen und bewerten. Zur Veranschaulichung können erklärende Dokumente wie Zeichnungen, Grafiken und Fotos zeitgleich versendet werden. Die gesamte Aktion wird dokumentiert, so dass sie für spätere (Wiederhol-)Zwecke digital zur Verfügung steht.
Weitere Investitionen
Beide Agtos-Standorte, der Hauptsitz in Emsdetten, wie auch das Produktionswerk in Konin, Polen, wurden in mehreren Schritten erweitert und modernisiert. Zuletzt wurde der Vorführbereich im Werk Emsdetten aufgewertet.
Vor zwei Jahren wurde ein ERP-System eingeführt, das beide Standorte verbindet. Geänderte Prozessabläufe brachten auch organisatorische Anpassungen mit sich. Fortan wird grenzüberschreitend noch stärker zusammen gearbeitet.
Weitere Investitionen stehen bereits an. Eine neue Laserschneidanlage wurde gekauft. Sie wird zu Beginn des neuen Jahres installiert. Nach erfolgter softwaretechnischer Einbindung werden die Fertigungsabläufe damit weiter optimiert.
Die Sorge um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wichtigste Ressource für ein zukunftsgerichtetes Unternehmen, wird auch weiterhin im Zentrum stehen. Als nächstes werden daher die Büros in beiden Werken nach neuesten Maßstäben umstrukturiert und mit modernster Technik ausgestattet. Schon heute sind die Arbeitsplätze komfortabel und ergonomisch.