Institut für Umformtechnik und Leichtbau IUL 3D-Profilbiegemaschine kann Streckbiegen ersetzen
Eine neuartige 3D-Profilbiegemaschine zum Freiformbiegen von Profilen präsentiert das Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU Dortmund. Diese kann sowohl als Ersatz für das Streckbiegen im Automobilbereich eingesetzt werden als auch zum Biegen von Strukturbauteilen im Flugzeugbau oder in der Architektur und Möbelindustrie.
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Durch einen rollenbasierten Vorschub eignet sich die NC-gesteuerte Profilbiegemaschine gut zur Verarbeitung extrem langer Halbzeuge, heißt es. Denkbar sei etwa ein fliegendes Abtrennen der Werkstücke.
Sechs-Rollen-Vorschubeinheit lässt Profilbiegemaschine stabil arbeiten
Eine Sechs-Rollen-Vorschubeinheit sorgt im Prozess für die nötige Stabilität. Die Vorschubeinheit ist schwenkbar aufgehängt und kann um die Längsachse des Werkstücks gedreht werden, so dass der Biegeprozess mit einem Torsionsmoment überlagert wird. Dadurch wird die Biegeebene des Querschnitts definiert und es können Freiformbiegeteile aus Profilen mit nicht rotationssymmetrischen Querschnitten hergestellt werden.
Die Biegekontur wird dabei durch die Zustellung der Biegeachse bestimmt. Auf dieser Biegeachse ist der Biegekopf montiert, der das Profil umschließt, führt und das notwendige Biegemoment einleitet.
Verfahren und Profilbiegemaschine zum Patent angemeldet
Das Verfahren und die Profilbiegemaschine wurden von der TU Dortmund international zum Patent angemeldet. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
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