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Teilereinigung

Alutec hält auch bei der sechsten Reinigungsanlage Mafac die Treue

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Nur eine große Teilereinigungsanlage macht die Kühlkörper klebefähig

Die Anforderungen des Kunden an die Reinheit der Kühlkörper machten allerdings die Anschaffung der großen Mafac-Maschine, der optional mit drei Bädern erhältlichen Palma, notwendig. „Die Rückseiten der Werkstücke müssen eine hohe Klebefähigkeit aufweisen, weshalb wir in den Versuchsreihen vorab nicht nur Restschmutzbestimmungen gemacht, sondern auch Klebeversuche ausgeführt haben“, erläutert Merz.

Die Kühlkörper weisen laut Mitteilung Verschmutzungen in Form von Spänen vom Sägen, selbstverflüchtigendem Schmiermittel und Flitterstaub vom Entgraten auf. Um diese Verunreinigungen abzureinigen, kämen die drei Medientanks in der Reihenfolge Reinigen – Reinigen – Spülen zum Einsatz. Dabei werde die von Mafac entwickelte Verfahrenstechnik des Spritz-Flut-Reinigens genutzt. Das heißt, die Reinigungskammer werde während der gesamten Nassphase komplett geflutet. Dabei rotiere das Spritzsystem gegenläufig zu dem ebenfalls rotierenden Beschickungssystem. „Wir können die Kühlkörper als Schüttgut in das speziell beschichtete Beschickungssystem einlegen. So ist es uns möglich, dass etwa 3000 Teile täglich die im Ein-Schicht-Betrieb eingesetzte Palma durchlaufen“, sagt Merz.

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Trocknung als letzter Schritt der Teilereinigung im Fokus

Der gesamte Reinigungsprozess dauere 25 min. Dabei entfielen 30 % der Zeit auf das Reinigen, 20 % der Zeit auf das Spülen und 50 % auf die Trocknung. „Die Kühlkörper müssen nicht nur wegen der hohen Klebefähigkeit absolut trocken sein, sondern auch um Gelbverfärbungen zu vermeiden“, berichtet der Alutec-Mitarbeiter. Die Trocknung erfolge mittels des Impulsblasens und des Heißblasens. Zunächst würden die Werkstücke über ein rotierendes Blassystem impulsartig mit hochreiner Druckluft abgeblasen. Anschließend würden sie mit feinstgefilterter Heißluft ebenfalls rotierend beaufschlagt. Auch beim Trocknungsprozess rotiere das Beschickungssystem gegenläufig zum Blassystem.

Den beiden für die Reinigung genutzten Medientanks der Palma mit einem Fassungsvolumen von 720 l und von 600 l sei ein Reinigungsmedium in einer Konzentration von 4 bis 5 % zugegeben. Alle drei Mediumtanks seien jeweils mit einer Spänefiltration ausgestattet. Durch einen Koaleszenz-Öl-Abscheider würden die Fremdstoffe abgeschieden und in einem separaten Behälter gesammelt. Der 500 l umfassende Mediumtank drei – das so genannte Spülbad – sei ohne Zusatz und somit ausschließlich mit dem VE-Wasser mit einem Leitwert unter 50 (10 µS) befüllt. Er sei zudem an ein Spülwasserpflegemodul angeschlossen, das über einen Bypass läuft. Dadurch würden filmische Verunreinigungen ausgefiltert, so dass die Wasserqualität gleich bleibe.

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