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Neuestes Schmuckstück im Maschinenpark von Hagelauer ist die vollautomatische Kreissäge Kasto Variospeed C 15. Der CNC-gesteuerte Sägeautomat kann flexibel unterschiedliche Werkstoffe bearbeiten, auch schwer zerspanbare, und eignet sich perfekt für den mannlosen Betrieb. Die robuste Bauart und der leistungsstarke, frequenzgeregelte Antrieb sorgen für kurze Schnittzeiten, besonders dünne Hartmetall-Sägeblätter für hohe Präzision und einen geringen Materialverlust. Der große Schnittbereich von zehn bis 150 mm bei Rundmaterial und die stufenlos verstellbare Schnittgeschwindigkeit von 8 bis 150 m pro Minute machen die Kasto Variospeed C 15 zu einem echten Allrounder für die Stahlbearbeitung.
Greifen, bearbeiten, stapeln
Die Säge verarbeitet hauptsächlich Stabmaterial, das in Abschnitten von drei oder sechs Metern Länge über ein Vorlagemagazin zugeführt wird. Für den vollautomatischen Betrieb hat Kasto die Anlage zudem mit einem automatischen Sortiersystem des Typs Kasto Sort mit zwei Robotern kombiniert. Diese können die Sägeabschnitte nicht nur entnehmen und auf Paletten oder Behälter stapeln, sondern auch bearbeiten: „Viele unserer Kunden möchten ihre Werkstücke zum Beispiel bereits entgratet geliefert bekommen. Das Robotersystem erledigt diesen Arbeitsschritt komplett selbstständig“, freut sich Glasbrenner. Nach dem Sägevorgang entnimmt der erste der beiden Roboter den Abschnitt mithilfe eines Vakuumgreifers aus der Sägemaschine und transportiert ihn zu einer Spannvorrichtung. Der Roboter kann Werkstücke mittels Sauger bis zu einem Gewicht von 27,4 kg aufnehmen. Um Platz zu sparen, ist er hängend am Grundgestell installiert. Für das Handling der Sägeabschnitte stehen verschiedene Vakuumgreifer zur Verfügung, zwischen denen der Roboter automatisch wechseln kann. „Das macht das Kasto-Sort-System extrem flexibel“, erklärt Bernd Wölfl, der das Projekt seitens Kasto betreute. „Falls Hagelauer einmal schwerere Abschnitte bearbeiten muss, kommt der mechanische Greifer zum Einsatz, der Teile bis 110 kg aufnehmen kann.“
Befindet sich der Sägeabschnitt in der Spannvorrichtung, übernimmt der zweite Roboter. Dieser kann verschiedene Bearbeitungsaufgaben ausführen, zum Beispiel Entgraten. Dafür verfügt er über einen pneumatisch vorgespannten Fräskopf, der alle Grate gleichmäßig entfernt. Dies zu realisieren war jedoch kein einfaches Unterfangen, erinnert sich Hagelauer: „Durch das Eigengewicht des Roboters und des Fräskopfs waren die gefrästen Fasen zunächst unterschiedlich – je nachdem, ob der Roboter von oben oder von unten gefräst hat. Gemeinsam mit Kasto haben wir das Problem jedoch über die Steuerung in den Griff bekommen.“ Je nach Beschaffenheit der Sägeabschnitte liegt die Taktzeit des Bearbeitungsroboters über oder unter jener der Säge. Um den Ablauf weiter zu verbessern, ist die Anlage mit zwei Spannvorrichtungen ausgerüstet. Während das erste Werkstück noch bearbeitet wird, kann der Roboter bereits ein zweites aus der Säge nehmen und einspannen. Sind die Abschnitte fertig bearbeitet, stapelt sie der Roboter auf einem Ablageplatz auf Paletten oder in Behälter. Diese werden durch ein Umlaufsortiersystem bereitgestellt, das Platz für acht Paletten oder 16 Behälter bietet. Ist ein Ladungsträger voll oder die in einem Auftrag definierte Stückzahl erreicht, wird automatisch ein Signal an das Steuerungssystem übermittelt und der Behälter gewechselt. Mit einem Gabelstapler kann ein Mitarbeiter die vollen Behälter oder Paletten aus dem Umlaufsystem entnehmen und Leerbehälter einsetzen.
Mehr Effizienz und Liefertreue
Dank der automatisierten Abschnittsbearbeitung und -entnahme durch das Sortiersystem Kasto Sort kann Hagelauer die Sägeanlage nun rund um die Uhr betreiben – einen Großteil davon im mannlosen Betrieb. „Dadurch können wir wesentlich effizienter, schneller und termingenauer arbeiten“, erklärt Hagelauer. „Ist die Anlage einmal eingerichtet, läuft sie vollkommen selbstständig, und unsere Mitarbeiter können sich weiteren Aufgaben widmen.“ Zudem ist die Robotertechnik zuverlässiger und weniger fehleranfällig: „War früher zum Beispiel ein Kollege einmal krank, gerieten wir schnell in Gefahr, unsere Liefertermine nicht mehr einhalten zu können“, erinnert sich Hagelauer. Bereits seit zwei Jahren arbeitet die neue Sägeanlage bei Hagelauer problemlos. „Und sollte doch einmal etwas nicht stimmen, können sich die Experten von Kasto jederzeit per Fernwartung in das System einschalten und Störungen beheben“, schildert Hagelauer.
Das neue Robotersystem hilft Hagelauer bei der Bewältigung des immer größeren Anarbeitungsaufwands enorm. „Wir sind damit in der Lage, auftragsindividuell angepasste Stahlprodukte zu liefern – und zwar genau in der Menge und genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie gebraucht werden“, resümiert Hagelauer. „Und das wissen unsere Kunden sehr zu schätzen.“
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