Arbeits- und Gesundheitsschutz
Arbeitsschutz: So gelingt der Spagat zwischen Regeltreue und Eigenverantwortung

Ein Gastbeitrag von Stefan Ganzke 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sollen helfen, Arbeitsunfälle zu reduzieren. In Unternehmen entsteht jedoch zunehmend der Eindruck, dass immer mehr Regeln eingeführt werden, die nicht praxistauglich sind. Statt den Arbeitsschutz zu fördern, senken sie die Akzeptanz bei Führungskräften und Mitarbeitern.

Die Entwicklung bei Arbeitsunfällen in Deutschland ist sehr positiv. Darauf sollte man sich jedoch nicht ausruhen, sondern daran anknüpfen.(Bild:  Wandelwerker Consulting)
Die Entwicklung bei Arbeitsunfällen in Deutschland ist sehr positiv. Darauf sollte man sich jedoch nicht ausruhen, sondern daran anknüpfen.
(Bild: Wandelwerker Consulting)

Auch die Politik betrachtet einige Regelungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz mittlerweile kritisch. So äußerte der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann in einer Talkshow Zweifel an bestimmten Maßnahmen, wie etwa den Leiterprüfungen. Er ging sogar so weit, der Politik zu unterstellen, den Unternehmen zu misstrauen. Ob in Deutschland tatsächlich eine Überregulierung durch Behörden und Unfallversicherungsträger vorliegt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Rechtliche Vorgaben setzen notwendige Leitplanken

In deutschen Unternehmen hat der Arbeits- und Gesundheitsschutz einen unterschiedlichen Stellenwert. Während er in mittelständischen Unternehmen und Konzernen, insbesondere im produzierenden und produktionsnahen Bereich, eine hohe Priorität hat, wird ihm in reinen Verwaltungsbereichen und Kleinstunternehmen oft weniger Bedeutung beigemessen. Dennoch ist die Entwicklung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten in Deutschland positiv. So sind beispielsweise die Arbeitsunfälle mit mehr als drei Ausfalltagen seit den 1990er Jahren von 1,6 Millionen auf unter 800.000 gesunken. Ein wesentlicher Grund dafür sind das Arbeitsschutzgesetz sowie Regelungen wie die Maschinenrichtlinie und die Gefahrstoffverordnungen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung