Maschinenüberholung Auch bei Walzenschleifmaschinen ist „Retro“ mächtig angesagt
Ob Autos, Möbel oder Uhren: Retro ist mächtig angesagt. Aufgefrischte Designs (Retro-Look) kommen beim Kunden an. Das gilt auch für überarbeitete Werkzeugmaschinen, Bandanlagen und Walzwerke. Die H. Kleinknecht & Co. GmbH in Siegen hat sich auf das Modernisieren von Walzenschleifmaschinen spezialisiert.
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„Weil neue Anlagen in Deutschland derzeit nicht ins Budget passen“, meint Stefan Rößler. „Stattdessen werden bestehende Anlagen nur noch einer Retrofit-Maßnahme unterzogen, sprich: überholt.“ Aus einem simplen Grund, wie der Projektleiter Retrofit Werkzeugmaschinen von der H. Kleinknecht & Co. GmbH aus Siegen aufzeigt: „Retrofit ist weitaus kostengünstiger als eine neue Anlage, da Fundamente und Maschinenbetten weiterverwendet werden können.“ Nichtsdestotrotz lassen sich Effizienz der Maschine, Produk-tionsvolumen, Produktqualität steigern und Emissionen senken.
Retrofit für fast alle Maschinentypen
Das sind klare Aussagen aus einem Unternehmen, das sich im Retrofit-Bereich über viele Jahre einen Namen gemacht hat. „Die H. Kleinknecht & Co. GmbH hat vor mehr als 60 Jahren mit der Fertigung von elektrischen Anlagen für Walzenschleifmaschinen begonnen“, berichtet Rößler. Daran habe sich bis heute nichts geändert, nur dass inzwischen auch die Überholung von Werkzeugmaschinen zum Repertoire gehöre. „Welcher Bereich auch immer, wir führen Retrofit für fast alle Maschinentypen durch: von der Steuerung und der Schaltanlage über Antriebe und Messsysteme bis zur Mechanik.“ Und das auch in „Modulbauweise“ in frei wählbaren Stufen.
Auf Bediener-Akzeptanz wird großer Wert gelegt
Der Fall mit dem geringsten Aufwand sei „alte Steuerung raus, neue Steuerung rein“, erläutert Projektleiter Rößler. „Die Stillstandszeit der Maschine bleibt dann auf wenige Tage begrenzt.“ Gerade die Kleinknecht-Steuerungen „GPC“ für Walzenschleifmaschinen hätten sich weltweit bewährt und genössen unter Kunden wie (Noch-)Nicht-Kunden eine hohe Akzeptanz, weiß Stefan Rößler. „Gerade auf höchste Bediener-Akzeptanz legen wir großen Wert.
Das verkürzt die Schulungsdauer und macht die Maschine sehr benutzerfreundlich.“ Darüber hinaus bemühe sich Kleinknecht, beim Kunden vorhandene Zubehörteile weiterzuverwenden. Analog dem „Steuerungstausch“ kann der Austausch von Motoren, Schaltanlagen, der Maschinenverkabelung oder des Messsystems ablaufen: alte Teile raus, neue rein.
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