Genauer hinschauen! Audi hat im dritten Quartal zwar gut Gewinn gemacht, aber ...

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Volkswagen-Tochter Audi konnte ihren Gewinn im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal sehr deutlich steigern, doch man muss diese auch zwischen den Zeilen lesen ...

Für das dritte Quartal 2025 kann Audi einen guten Gewinn präsentieren. Doch man muss die Zahlen auch in den richtigen Kontext stellen, wie Experten empfehlen. Was die Ingolstädter wie schlimm plagt und wie man dagegen angehen könnte, zeigt diese Meldung ...(Bild:  Audi)
Für das dritte Quartal 2025 kann Audi einen guten Gewinn präsentieren. Doch man muss die Zahlen auch in den richtigen Kontext stellen, wie Experten empfehlen. Was die Ingolstädter wie schlimm plagt und wie man dagegen angehen könnte, zeigt diese Meldung ...
(Bild: Audi)

Der Autobauer Audi hat seinen Gewinn im dritten Quartal vervielfacht. Audi, heißt es weiter, steigerte das Nachsteuerergebnis auf Gruppenebene nämlich auf 718 Millionen Euro und damit auf das 2,6-Fache des Vorjahreswertes. Das deutliche Plus liege allerdings vor allem am sehr schwachen Vergleichsquartal. Zahlen zum Umsatz und zum operativen Ergebnis hatte bereits die Wolfsburger Konzernmutter am Vortag für die Ingolstädter genannt. Ein Jahr zuvor hatte Audi – unter anderem wegen der Kosten für eine Werksschließung in Brüssel – einen Gewinnabsturz um fast 80 Prozent vermelden müssen. (Aber Achtung! Alle Zahlen betrachten dabei Audi als Gruppe – also inklusive den Marken Bentley, Lamborghini und Ducati). Vergleicht man aber die aktuellen Zahlen mit den 1,2 Milliarden Euro Gewinn im dritten Quartal 2023, sehen sie reell betrachtet nicht mehr ganz so gut aus. Sie liegen vielmehr in einer ähnlichen Dimension wie bei den relativ schwachen ersten beiden Quartale des laufenden Jahres. Auch für das Gesamtjahr ist das Management inzwischen pessimistischer und hat die deshalb schon mal vorsorglich Prognose für die Rendite deutlich gesenkt.

Audi könnte sich bald für ein Werk in den USA entscheiden

Denn Audi leidet, wie die anderen deutschen Automobilhersteller auch, unter anderem am schwierigen Markt in China, wo es einen sehr harten Wettbewerb gibt. Hinzu kommen bekanntlich die krassen US-Zölle. Sie treffen die Ingolstädter hart, weil sie, anders als beispielsweise der bayerische Mitbewerber BMW, nicht über ein eigenes Werk in den USA verfügen, um die Abgaben zu umgehen. In den ersten drei Quartalen 2025 haben die Zölle Audi laut Finanzvorstand Jürgen Rittersberger rund 850 Millionen Euro gekostet. Bis zum Jahresende rechnet der Experte mit etwa 1,3 Milliarden weniger im Säckel. Auf lange Sicht könnte sich die Konstellation aber ändern, denn bis zum Jahresende soll die Entscheidung darüber gefällt werden, ob Audi in den USA nicht doch lieber eine eigene Produktion aufbauen sollte.

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