Zerspanungstechnik

Automation im Werkzeugbau erschließt Leistungspotenzial

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Flexible Handlingsysteme und anpassungsfähige Werkstattsoftware wie Alphamoduli sind daher ein Schlüssel zum Automatisierungserfolg. Auf der Einsteigerebene ermöglicht diese modulare Software durch externe Voreinstellung von Senk- und Drahterodiermaschinen oder Fräsmaschinen und den erforderlichen Datenimport aus CAD/CAM-Systemen bereits mit geringem Aufwand die Hebung beträchtlicher Produktivitätsreserven.

Prozessverantwortung über das gesamte System

Je nachdem, wie sich der Betrieb weiterentwickelt, lässt sich der Automatisierungsgrad durch Hinzufügen weiterer Module schrittweise erhöhen. Das geschieht entweder innerhalb einer Bearbeitungstechnologie oder technologieübergreifend, beispielsweise durch Prozessorganisation mit Jobmanagement oder die Einbeziehung von Handlingsystemen wie dem Chameleon.

Auf dem höchsten Level bietet Alphamoduli schließlich Lösungen für die Integration von technologieübergreifender Prozessautomatisierung, Ablaufplanung in der Werkstatt, Transparenz und Controlling. Die Programme auf dieser Ebene werden individuell entsprechend den vorhandenen Werkzeugmaschinen und Anlagen erstellt.

Viel Erfahrung mit Automation für den Werkzeug- und Formenbau

Aufgrund über zwanzigjähriger Erfahrung als Automationspionier im Werkzeug- und Formenbau hat Zimmer & Kreim gerade in diesen Bereichen hohe Prozesskompetenz. Mehr als 150 Chameleon-Zellen und über 400 Softwarelösungen wurden schon eingerichtet. Die Automatisierungslösungen laufen keineswegs nur mit Hardware aus dem eigenen Haus.

Dass in einer Werkstatt Werkzeugmaschinen von unterschiedlichen Herstellern stehen, ist schließlich der Normalfall. Unabhängig davon, ob Werkzeugmaschinen oder Industrieroboter anderer Hersteller beteiligt sind, übernimm das Brensbacher Unternehmen die Prozessverantwortung für die dem Kunden empfohlenen Prozesse – und nimmt damit viele Sorgen ab.

Sicherheits-Checks eliminieren Fehler bei Losgröße 1

Ein weiteres schlagkräftiges Argument für mehr Automatisierung im Werkzeug- und Formenbau: Wer mit „Losgröße 1“ arbeitet, darf erst recht keine Fehler machen und keinen Ausschuss produzieren. Dafür sorgen zahlreiche Sicherheits-Checks in der Prozesssoftware. Ein Feature prüft beispielsweise, ob ein zu fräsendes Werkstück eine Mindesthöhe hat; vergisst der Bediener, diese einzugeben, startet das Bearbeitungsprogramm nicht, und teurer Spindelbruch wird vermieden. Das kann viel Geld sparen und erhöht den Wert der Software-Investition immens.

Ein weiteres Hindernis für vollständig geschlossene Prozessketten sind notwendige Reinigungszyklen, zum Beispiel an der Schnittstelle zwischen dem Elektrodenfräsen und der senkerosiven Bearbeitung. Mit der Entwicklung automatisierter Reinigungsmodule hat Zimmer & Kreim, nicht zuletzt aufgrund enger Kooperation mit Einrichtungen der angewandten Forschung, einmal mehr Neuland betreten.

Ohne Unterbrechung die Qualität prüfen

Eine steigende Nachfrage sieht das Brensbacher Unternehmen auch nach Lösungen für das Messen im Fertigungsprozess. Heutzutage ist es möglich, ein nach Bearbeitung an die Messmaschine übergebenes Werkstück automatisch und ohne Unterbrechung der Prozesskette auf seine Qualität zu prüfen. Das geschieht über eine neutrale Schnittstelle nach einem aus dem CAD-System mit festen Referenzpunkten und Toleranzen generierten Messprogramm.

Die Betriebe profitieren davon, dass kostenträchtige Fehler gar nicht erst geschehen und die Qualität durch sichere Prozessabläufe wesentlich gesteigert wird. Auch das gehört zum Return on Investment und trägt dazu bei, dass Automatisierung sich im Werkzeug- und Formenbau auszahlt.

* Wolfgang Emert ist Sprecher der Geschäftsführung der Zimmer & Kreim GmbH & Co. KG in 64395 Brensbach

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