Automatische optische Inspektion
Maßhaltigkeit und Oberflächen unterschiedlicher, großer Bauteile prüfen

Ein Gastbeitrag von Andreas Hofmann 4 min Lesedauer

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Fraunhofer-Forscher haben ein optisches Inspektionssystem entwickelt, mit dem sich Geometrie und Oberfläche von Bauteilen mit bis zu 100 Zentimeter Durchmesser automatisiert vollständig prüfen lassen. Für die Inspektion werden die Bauteile auf einem Förderband durch einen Tunnel transportiert und von mehreren Kameras aufgenommen.

Kameras nehmen die Bauteile in der Bewegung auf, ohne dass diese aufwändig positioniert werden müssen. Für unterschiedlich geformte Bauteile ist keine Anpassung der Hardware notwendig. Die hochaufgelösten Bilder werden in Echtzeit ausgewertet und zeigen Maßhaltigkeits- und Oberflächenfehler.(Bild:  Holger Kock/Fraunhofer-IPM)
Kameras nehmen die Bauteile in der Bewegung auf, ohne dass diese aufwändig positioniert werden müssen. Für unterschiedlich geformte Bauteile ist keine Anpassung der Hardware notwendig. Die hochaufgelösten Bilder werden in Echtzeit ausgewertet und zeigen Maßhaltigkeits- und Oberflächenfehler.
(Bild: Holger Kock/Fraunhofer-IPM)

Bei der Produktion großer Bauteile kommt es immer öfter auf jeden Millimeter an: Gieß-, Tiefzieh-, Schmiede- oder Stanzteile – beispielsweise für den Automobil- oder Flugzeugbau, die Medizintechnik oder den Anlagenbau – müssen heute hohen Qualitätsansprüchen genügen. Dazu gehört die geometrische Maßhaltigkeit ebenso wie eine fehlerfreie Oberfläche. Für eine automatisierte optische Inspektion mussten die Bauteile bisher exakt positioniert werden. Das dafür nötige Roboterhandling ist nicht nur teuer, sondern auch langsam und muss für jedes neue Bauteil angepasst werden.

Angesichts einer großen Vielfalt an Teilen und hoher Produktionsgeschwindigkeiten ist dies in den meisten Fällen unwirtschaftlich oder nicht praktikabel. Stand der Technik bei der Qualitätsprüfung ist daher auch heute noch überwiegend die produktionsbegleitende Sichtprüfung, besonders wenn es um komplex geformte Bauteile mit schwer detektierbaren Fehlermerkmalen geht. Dies sind zum Beispiel Oberflächenfehler (Riefen, Risse u. ä.) oder Umformfehler wie etwa ungenügend ausgeformte Logos. Automatisierte optische Inspektionen werden, wenn überhaupt, nur stichprobenhaft durchgeführt.