Software Automobilzulieferer Tower Automotive setzt auf Rohbau-Software von Delmia

Redakteur: Udo Schnell

Die Tower Automotive Holding GmbH, Bergisch Gladbach, setzt bei der Optimierung von Planungs- und Fertigungsprozessen im Karosseriebau künftig auf die Rohbau-Software von Delmia, einem Tochterunternehmen von Dassault Systèmes, Paris. Dies hat Delmia unlängst bekannt gegeben.

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Die deutsche Tochter des US-amerikanischen Konzerns Tower Automotive aus Novi, Michigan, entwickelt und fertigt unterschiedlichste Teile für den Karosseriebau. Dazu zählen unter anderem Pressteile und Karosseriebaugruppen. Das exakte Fügen der bei Tower Automotive gepressten Bleche spielt eine sehr wichtige Rolle für die Qualität der Karosseriebauteile. Dieses Zusammenspiel musste laut Delmia bisher zum Teil bei externen Unternehmen mit aufwändigen Modellen simuliert werden.

Software ersetzt aufwändige Modelle

Tower Automotive beabsichtigt den Angaben zufolge, die Delmia Rohbau-Software sowohl bei allen neuen als auch bei den laufenden Projekten einzusetzen, bei denen komplexe Herstellprozesse bestehen. Angestrebt wird dabei unter anderem die exakte Umplanung und Validierung der existierenden Fertigungslinien. Dies gilt gleichermaßen für neue Produkte wie für veränderte Produkte. Ziel ist es, Bauteile grundsätzlich schneller und einfacher zu entwickeln, zu verändern und zu fertigen.

„Bisher haben wir zum Beispiel Bauteile und Fügepunkte einzeln in MS-Excel-Tabellen erfasst“, erklärt Ralf Krähe, Leiter Rohbauengineering bei Tower Automotive in Europa. „Es gab also keinen Datenzusammenhang. Vielmehr existierten unterschiedliche Systeme, die nur mit viel Aufwand zusammengeführt werden konnten.“

Rohbau-Software soll Kosten senken

Vom Einsatz der Delmia Rohbau-Software verspricht sich der Automobilzulieferer eine erhebliche Optimierung seiner gesamten Prozesse, heißt es weiter. „Wir erwarten unter anderem eine Reduktion der Änderungskosten sowie die Simulation von kritischen Bereichen in der Fertigungslinie womit einzelne Baugruppen schneller und mit einer höheren Qualität erstellt werden können“, betont Krähe.

Die durchgängige V5-Technologie von Dassault Systèmes biete außerdem weitere Vorteile: Innerhalb einer Softwareumgebung lassen sich Fügefolgen planen, Layouts gestalten, Robotersimulationen durchführen und Taktzeiten ermitteln. Diese Durchgängigkeit spare Zeit und Kosten.

Weitere Softwaremodule als Ergänzung

Außer der Rohbau-Software nutzt Tower Automotive künftig auch die Delmia Softwaremodule Device Task Definition, Workcell Sequencing und Arc Welding. Durch den Einsatz der aufeinander aufbauenden Tools sei der Automobilzulieferer somit unabhängiger bei seinem Workflow. Veränderungen bei Produkten und Fertigungsprozessen können direkt validiert, simuliert und evaluiert werden.

„In der Folge können wir viel schneller auf die Anforderungen der Automobilhersteller reagieren“, so Ralf Krähe. Prozesse werden so vereinfacht und verbessert. Das Unternehmen könne effizienter und wirtschaftlicher produzieren.

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