Gürtel enger! Autozulieferer Brose drückt Sparpläne durch

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Unternehmensführung des Autozulieferkonzerns Brose hat ihren Sparkurs verteidigt, meldet die dpa.

Der Automobilzulieferer Brose ist immens unter Zugzwang, was Konsolidierungsmaßnahmen anbelangt. Die Sparpläne würden auch alle Standorte zu spüren bekommen. Geprüft werden derzeit Bamberg/Hallstadt, Würzburg und auch Coburg.(Bild:  Brose)
Der Automobilzulieferer Brose ist immens unter Zugzwang, was Konsolidierungsmaßnahmen anbelangt. Die Sparpläne würden auch alle Standorte zu spüren bekommen. Geprüft werden derzeit Bamberg/Hallstadt, Würzburg und auch Coburg.
(Bild: Brose)

Die Automobilbranche steckt nach Ansicht der Brose-Entscheider in ihrer größten Krise. In der Branche würden im Moment keine Aufträge vergeben, die man mit den aktuellen Lohnkosten in Deutschland kostendeckend abwickeln kann, so der Brose-Verwaltungsratschef Michael Stoschek. Brose habe auf seinen Betätigungsfeldern außerdem keinen in Deutschland produzierenden Wettbewerber, was den Druck auf die Coburger noch verstärke. Brose sei aber ein weltweites Unternehmen und produziere auch in Ländern mit deutlich niedrigeren Lohnkosten. Mit der Produktion in Deutschland verzichteten die Gesellschafter auf Profit, macht im Zuge dessen Stefan Krug, Vorsitzender der Geschäftsführung, klar. Stoschek fordert dringend eine Investitionsförderung, denn sonst fallen in Deutschland weiterhin viele Arbeitsplätze weg.

Fränkische Brose-Standorte im Visier

„Wir haben 2024 Verluste geschrieben, kommentiert Krug. Demnach gebe es einen Jahresfehlbetrag von rund 100 Millionen Euro. Der Umsatz beziffere sich mit 7,7 Milliarden Euro. Brose habe sich als zu groß, zu unflexibel und zu langsam für die heutige Marktdynamik erwiesen. Das muss nun geändert werden. Die Konsolidierung betreffe dann aber nicht nur das Inland, sondern alle Produktionsstätten von Brose, in denen insgesamt rund 32.000 Personen angestellt sind. Was Deutschland betrifft, so werden aktuell die drei fränkischen Standorte Coburg, Bamberg/Hallstadt und Würzburg unter die Lupe genommen. Möglicherweise wird das Werk in Würzburg geschlossen. Eine Entscheidung soll der Sommer bringen. Auf den Punkt gebracht, will Brose zusehen, mit weniger Investitionen profitabler zu wirtschaften. Auch sei nicht auszuschließen, dass man nach einem Investor suche.

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