Entgraten

Beim thermischen Entgraten werden die Chargen größer

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Rund 70 Mio. Bauteile im Jahr werden entgratet

Dabei hätten manche Bauteile, die man nicht unbedingt dem thermischen Entgraten zuordnen würde, für eine gewisse Überraschung gesorgt. Dass man als Erster mit dieser Entgrat-Anlage arbeitet, stellt einen Wettbewerbsvorteil dar, heißt es in Marbach, wo im 2-Schicht-Betrieb rund 70 Mio. Bauteile im Jahr entgratet werden. Immer wieder seien dabei Herausforderungen zu meistern.

So gilt Benseler am Markt als Spezialist für schwierige Entgrat-Aufgaben, zum Beispiel bei Bauteilen mit innenliegendem Grat. In der Automobilindustrie konnte man sich unter anderem aufgrund einer belastungsschonenden Behandlung bei dünnwandigen Teilen wie Kraftstoffinjektoren etablieren.

Basis dafür ist die Vorrichtungstechnik, die generell auf das jeweilige Teil abgestimmt sein muss, um qualitativ und wirtschaftlich das Optimum beim thermischen Engraten herauszuholen, bei dem durch Zünden eines Gasgemischs der Grat „abgebrannt“ – sprich beseitigt – wird.

Automatisierung und hohe Anlagenverfügbarkeit sind Trumpf

Dabei herrschen kurzzeitig Temperaturen von 2500 bis 3000 °C, die mit dem im Gemisch enthaltenen Sauerstoff die Verbrennung des Grates einleiten. Als qualitativ entscheidende Größen werden daher das Mischungsverhältnis des Gases, der Fülldruck sowie die Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffs hervorgehoben.

Wirtschaftlich setzt der Lohn-Entgrater auf Automatisierung und hohe Anlagenverfügbarkeit. So übernehmen seit dem vergangenen Jahr Roboter das Vorrichtungshandling bei zwei thermischen Entgrat-Anlagen für Großserienteile. Dagegen wird die Verfügbarkeit durch Reduzierung der Wartungszeiten erhöht.

Design der Entgrat-Anlage verbessert Zugänglichkeit

Das Ergebnis ist bei der Großanlage nicht nur im Innern, sondern auch im äußeren Design zu sehen, das sich von herkömmlichen Konzeptionen laut Anlagenhersteller unterscheidet. Ziel der Designänderung sei eine verbesserte Zugänglichkeit der Entgrat-Anlage. Daraus resultiere eine bessere und vor allem schnellere Wartung und damit stark verkürzte Ausfallzeiten der Anlage zum thermischen Entgraten.

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