Drei für mehr Durchblick Mit drei Ganter-Güteklassen den richtigen Edelstahl finden

Quelle: Otto Ganter / Ganter Norm 3 min Lesedauer

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Mit seinen Edelstahl-Güteklassen schafft Ganter, wie es heißt, nun mehr Transparenz im Materialsektor und unterstützt die schnelle, für die Aufgabe passende Auswahl der Qualitäten ...

Edelstahl ist nicht gleich anzusehen, welche Eigenschaften er hat. Denn es gibt verschiedene Typen. Ganter hat, um eine bessere Übersicht zu haben, und damit man die richtige Sorte schneller findet, die Edelstähle deshalb in nur drei eigene Güteklassen unterteilt ...(Bild:  Otto Ganter)
Edelstahl ist nicht gleich anzusehen, welche Eigenschaften er hat. Denn es gibt verschiedene Typen. Ganter hat, um eine bessere Übersicht zu haben, und damit man die richtige Sorte schneller findet, die Edelstähle deshalb in nur drei eigene Güteklassen unterteilt ...
(Bild: Otto Ganter)

Edelstähle sind überall zu finden und Ganter hat davon sehr viele im Portfolio. Es gebe keine Produktgruppe ohne Normelemente aus Edelstahl. Das erklärt sich aus der hohen Korrosionsbeständigkeit, wodurch diese Normelemente entsprechend langlebiger sind. In vielen Industriebereichen sind Edelstahlelemente deshalb heute Standard. Aber Edelstahl ist nicht Edelstahl! Das zeigt der Blick in die Übersicht, die Ganter nun erstellt hat. Die Bezeichnung Edelstahl steht nämlich für unterschiedlichste Legierungen mit diversen Eigenschaftsprofilen. Die Auswahl des Normteils mit der passenden Qualität ist also nicht trivial! Sie entscheidet aber, wie Wirtschaftlichkeit, Nutzungsdauer und Funktionalität zusammenkommen. Um die adäquate Qualität schnell zu finden, hat sich Ganter zu einer vereinfachenden Zusammenfassung der Edelstahlsorten in drei Güteklassen entschlossen. Jede Güteklasse steht für ein bestimmtes, klar formuliertes Anforderungsspektrum, wie die Furtwanger versprechen. Und so sieht die Einteilung aus:

Das fasst Ganter unter seiner Güteklasse 1 zusammen:

In eher wenig aggressiven Umgebungen, der sogenannten Landatmosphäre, sind Normelemente der Güteklasse 1 die richtige Wahl, wie Ganter informiert. Sie biete Edelstähle je nach Werkstoff mit einer mittleren bis guten Rostbeständigkeit. Diese eigneten sich für bewegte Teile, die etwa mit stark verdünnten Laugen, Säuren oder gering konzentriertem Salzwasser in Berührung kämen. Die in dieser Klasse zu findenden Werkstoffe stehen demnach für einen guten Kompromiss aus Kosten und meist ausreichender Beständigkeit. Dazu zählen der gut spanbare austenitische Automatenstahl 1.4305 (X8CrNiS 18 9) – etwa für Drehteile – oder der Gusswerkstoff 1.4405 (X5CrNiMo 16 5) mit seinem martensitischen Gefüge. Ganter greift mit den Güteklassen nach eigenen Angaben jene Nomenklatur auf, die von der Krupp AG zu Beginn des 20. Jahrhunderts etabliert wurde. Damals wurden Versuche mit verschiedenen Legierungen unternommen, auf die letztlich die nach wie vor aktuellen Bezeichnungen V2A oder V4A zurückgehen.

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Das findet sich unter der Ganter-Güteklasse 2:

So orientiert sich die Ganter-Güteklasse 2 anhand dieser Orientierung an Stählen der Versuchsreihe A2 mit ihren typischen Chrom-Nickel-Legierungsanteilen. Diese Güteklasse zielt auf Anwendungen in Stadtatmosphäre, mit höheren Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit – insbesondere wenn noch verdünnte Laugen und Säuren oder Wasser mit mittleren Salzkonzentrationen mitspielen. Normelemente dieser Güteklasse eigneten sich für hygienisch anspruchsvolle Anlagen der Lebensmittelindustrie, für Wasserarmaturen oder für Anwendungen, wo die freie Bewitterung der Komponenten zu erwarten sei. Der laut Ganter bekannteste und wohl am weitesten verbreitete Repräsentant der Edelstahl-Güteklasse 2 ist der X5CrN18 10 mit der Werkstoffnummer 1.4301, der aufgrund seines austenitischen Gefüges zur Edelstahlgruppe A2 zählt. Aus ihm sind etwa Stanzteile und lasergeschnittene Komponenten.

Die dritte Ganter-Güteklasse trägt die Nummer 4:

Für Schiffs- und Offshore-Anwendungen, Schwimm- und Solebäder mit gechlortem Wasser sowie überall dort, wo agressive Reinigungsmittel verwendet werden müssen, kommen bevorzugt Werkstoffe der Edelstahl-Güteklasse 4 zum Einsatz. Es sind vor allem die Chrom-, Nickel- und Molybdänbestandteile der Legierungen, die dieser Edelstahlgüte ihre hohe Resistenz gegen Säuren und Laugen verleihen. Ein Beispiel ist der Werkstoff X2CrNiMo17 12 2 mit der Werkstoffnummer 1.4404. Er zählt aufgrund seines austenitischen Gefüges zur Edelstahlgruppe A4. Durch seine vergleichsweise guten Zerspanbarkeit wird er häufig für Drehteile eingesetzt. Und für gießtechnisch optimierte Werkstücke eignet sich die Legierung X6CrNiM18 10 mit der Werkstoffnummer 1.4408. Auch dieser Werkstoff wird, zum Beispiel in Form eines feingegossenen Bügelgriffs, hohen Anforderungen an die Beständigkeit gerecht, heißt es abschließend.

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