gesponsert„best Award“ 2025 Blechexpo/Schweisstec hat die Champions der Blechbearbeitung gekürt

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Der „best Award“ 2025 sorgte für gute Stimmung am ersten Messetag der Blechexpo/Schweisstec. In fünf Kategorien zeichnete Messeveranstalter Schall gemeinsam mit den Fachmagazinen Blechnet und MM Maschinenmarkt die größten Innovationen der Messe aus.

So sehen Sieger aus: Die strahlenden Gewinner des best-Award 2025.(Bild:  Jürgen Biniasch)
So sehen Sieger aus: Die strahlenden Gewinner des best-Award 2025.
(Bild: Jürgen Biniasch)

Über 50 Unternehmen hatten sich für die Prämierung in den fünf Kategorien „Blech-, Rohr- und Profilbearbeitung“, „Stanztechnologien“, „Trenn-, Füge- und Verbindungstechnologien“, „Pressen- und Umformtechnologien“ sowie „Stahl-, Metallservice und Oberflächentechnik“ beworben. Aufgerufen waren Aussteller des Messeduos dazu, ihre innovativsten Produkte, Lösungen und Digitalisierungskonzepte einzureichen.

„best Award“ 2025 Hall of Fame

Nachdem die Jury, bestehend aus Annedore Bose-Munde, Vertreterin des Messeveranstalters Schall, Maximilian Hausmann, Vertreter des Fachverbands Elektroschweißgeräte im ZVEI, Robin Kurth, Vertreter aus dem Bereich F+E, Fraunhofer-IWU, Erich Utz und Heinz Wöllmer, Vertreter aus dem Bereich Anwendung, Siemens Gerätewerk Amberg, sowie Frauke Finus, Vertreterin der Fachmagazine Blechnet und MM Maschinenmarkt, Ende September die Shortlist´s der einzelnen Kategorien bekannt gegeben hatte (lesen Sie hier, wer es auf die Shortlist geschafft hat), wurden am ersten Messetag, 21. Oktober, dann die Sieger sowie Platz 2 und 3 gekürt.

Vier Laserköpfe gleichzeitig

In der Kategorie „Blech-, Rohr- und Profilbearbeitung“ konnte Prima Power das Rennen gegen Figure It AG (Software zur Angebotskalkulation „Steel It“) und Inspec Vision (KI-gestütztes Leit- und Verifizierungssystem zum Lernen, Anleiten und Überprüfen des Bedieners „Guidance & Verification (GAV)“) für sich entscheiden. Prima Power hat ein 3D-Laserschneidsystem für große, warmumgeformte Teile im Automotivebereich entwickelt, bei dem vier synchronisierte Laserschneidköpfe gleichzeitig am selben Teil arbeiten. Giga Laser Next ermöglicht es Herstellern, größere Komponenten in hohen Stückzahlen mit einer minimalen Anzahl von Maschinen (in der Regel nur eine Maschine) zu produzieren, wodurch die Komplexität reduziert und die Kosten pro Teil erheblich gesenkt werden. Dank fortschrittlicher Antikollisionssysteme und der modernsten Sinumerik-One-Numeriksteuerung können die Köpfe mit einem Abstand von nur 40 Millimetern arbeiten, wodurch eine effiziente Programmbalance und minimale Zykluszeiten erreicht werden. In Kombination mit einer vollautomatischen Teilehandhabung, optionalen Inline-Qualitätsprüfungen und einer konfigurierbaren Materiallogistik (Regal, Förderband, Einschienenbahn) ermöglicht Giga Laser Next einen vollständig unbemannten Betrieb mit nahtloser Integration in den Produktionsfluss, der an eine Vielzahl von Fabriklayouts angepasst werden kann.

Treppchenplatz eins wird in den „Stanztechnologien“ vor Meusburger (Aktivelement für die Folgeverbundtechnik für schnelle und einfache Positionierung des Stanzstreifen „Streifenanschlag E 5625“) und Rea Elektornik (Piezodrucker für kontaktlose ölnebelfreie Beölung aus allen Positionen „Rea Jet up Lube“) von Nidec Sys mit dem Peripheriegerät für Hochgeschwindigkeitsstanzlinien „Inline Vision & Weld System + marking on the fly“ eingenommen. Das System wird zwischen Stanzautomaten und Aufwickler integriert. Dort trennt es automatisch n.i.O.-Kontakte aus und fügt den Trägerstreifen durch integrierten Laser ein, ohne die Produktion zu stoppen. Durch die Neuentwicklung „marking on the fly“ ist eine positionsgenaue und präzise Markierung in Klarschrift (z. B. Chargennummern, Produktionsdaten wie Datum und Zeitstempel), Barcodes, Data-Matrix-Codes sowie Logos möglich – auch eine alternierende Beschriftung kann problemlos realisiert werden. Durch die direkte Markierung auf dem Trägerstreifen oder Bauteil ist jederzeit eine eindeutige Rückverfolgbarkeit gewährleistet – auch bei automatisierten Folgeprozessen.

Hohe Abschmelzleistung beim MIG/MAG-Schweißen

In der Kategorie „Trenn-, Füge- und Verbindungstechnologien“ setzte sich vor CNC Europe BV – Lasermach (selbstheilende und automatisch kalibrierende Laserschweißmaschine „Photon Weld Master Pro Series“) und Rivit (elektronisches Gerät zur Echtzeitüberprüfung der korrekten Befestigung von Nieten, Gewindenieten oder Sicherungsbolzen „Crivgen 3“) Carl Cloos Schweißtechnik mit dem MIG/MAG-Schweißprozess „Tandem+“ durch. Dieser kommt überall dort zum Einsatz, wo große Blechstärken und mehrlagige Schweißnähte verarbeitet werden müssen. Durch seine hohe Abschmelzleistung wird der Aufwand für Nacharbeiten reduziert und gleichzeitig die Handhabung vereinfacht – ohne Kompromisse bei der Qualität. Durch eine geringere Anzahl an Schweißlagen und kürzere Schweißzeiten wird wertvolle Fertigungszeit eingespart. Dies reduziert den Gesamtaufwand und steigert die Effizienz.

Da sich Dreistern in der Kategorie „Pressen- und Umformtechnologien“ gegen Genkinger (halbautomatisierter Werkzeugwechselwagen) und Werner Schmid (Umformwerkzeug mit konturnahen Kühlkanlälen durch Einsatz von additver Fertigung „Multi-Cool“) durchsetzen konnte, geht der Award für die sensorintegrierte Richtbaugruppe für Rollformanlagen „intelligenter Richtapparat“ nach Schopfheim. Der Grund: Der Richtapparat ist eine Standardbaugruppe jeder Rollformanlage. Er korrigiert Profilfehler wie Längsbiegung oder Torsion, die während des Umformprozesses durch Eigenspannungen im Profil entstehen können. Der intelligente Richtapparat von Dreistern geht hier einen entscheidenden Schritt weiter: Er kann Änderungen der Profilqualität kontinuierlich und in Echtzeit über integrierte Sensoren detektieren und den Bediener unmittelbar informieren, sobald der Toleranzbereich verlassen wird. So unterstützt er nicht nur die Qualitätskontrolle, sondern verhindert aktiv fehlerhafte Produktion, bevor hohe Mengen an Ausschuss entstehen. Der intelligente Richtapparat kann in Neuanlagen und als Nachrüstlösung für bestehende Linien eingesetzt werden.

In der Kategorie „Stahl-, Metallservice und Oberflächentechnik“ konnte sich SHL gegen Sur Function (Laseranlage zur Funktionalisierung von gestanztem und ungestanztem Bandmaterial „E 960 C“) und gegen Kaltenbach Cutting Systems (vollautomatisierte Säge-Bohr-Anlage „KKS 463 NA“) bei der Jury behaupten. Das Komplettsystem zum Scannen, Programmieren und Schleifen „SHL Grind Vision“ soll eine automatisierte Oberflächenbearbeitung in vielen Bereichen möglich machen. Mit einer Kamera wird das Bauteil erfasst und digitalisiert, wodurch ein präzises Modell für die Bearbeitung entsteht. Über eine intuitive App kann der Anwender gezielt die zu bearbeitenden Flächen markieren. Dies ermöglicht auch weniger spezialisierten Bedienern eine einfache und schnelle Bedienung. Dann werden automatisch oder manuell die Parameter wie Normalkraft, Werkzeugdrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit oder auch Bürsten und Schleifscheiben konfiguriert. Nun findet eine Optimierung für Material und gewünschte Oberflächenqualität satt. Es folgt eine automatische Bahnplanung mit Nutzung von KI: Der Algorithmus erstellt vollautomatisch Roboterbahnen (z. B. in einem Mäandermuster) für bis zu acht Achsen. Nach Abschluss der Planung startet der Prozess, und der Roboter übernimmt die präzise Bearbeitung der Fläche.

„best Award“ 2025 Hall of Fame

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