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Handling, Zuführtechnik, Steuerung, Bildverarbeitung und Service – das alles wollten die Kunden aus einer Hand. 1999 fiel die Entscheidung, eigene Geräte zu bauen. Schon bald reichte der Platz nicht mehr aus. Im Juni 2000 konnte dann das eigene Firmengebäude in Jena-Maua bezogen werden. Etwa 1 Mio. Euro wurden hier in Gebäude und Technik investiert. Ab diesem Zeitpunkt stand nicht nur für die Produktion mehr Platz zur Verfügung. Es begann hier auch die Parallelentwicklung für die drei Anlagenbereiche: die Stanzstreifenprüfanlagen, die Sortiermaschinen und die Roboterapplikationen.
Klare Unternehmensstruktur sichert Konzentration auf Kernkompetenz
So konsequent, wie die Otto Vision ihr Spezialgebiet, die industrielle Bildverarbeitung, aufbaute, verhält es sich auch mit der Entwicklung der Unternehmensstruktur. „Unsere Strategie ist es, keine Teilefertigung für die einzelnen Komponenten im Haus zu betreiben. Unsere Zulieferer kommen aus dem optischen Gerätebau. Sie sind absolut kompetent und kennen die notwendigen Genauigkeitsanforderungen“, erläutert Reinhard Otto die klare Abgrenzung. In Jena konzentriert man sich von Beginn an auf die individuelle Problemlösung.
Jeder neuen Kundenanfrage folgt automatisch eine Machbarkeitsprüfung. Hier werden die Möglichkeiten der Messtechnik bewertet und den technischen und sonstige Wünschen der Kunden gegenübergestellt. „Auf der Basis dieser Machbarkeitsprüfung schlagen wir eine kundenspezifische Lösung vor. Zwischen den Kundenwünschen und der technischen Realisierbarkeit gibt es dann mitunter Abweichungen“, so Otto. „Diese herauszuarbeiten und zu kommunizieren ist der Schwerpunkt bei der Anfragebearbeitung.“ Doch genau das ist es, was die Kunden zu schätzen wissen: die Objektivität.
Ein Dauerrenner ist die PSS-40. Die Prüfstation für Stanzstreifen gewährleist 100 Prozent geprüfte Teile, kurze Umrüstzeiten, die Minimierung von Reklamationen, höhere Maschinenlaufzeiten, einen geringeren Materialverbrauch und somit letztendlich eine kostengünstige Produktion. „2002 haben wir die erste Anlage davon installiert. Heute sind wir ganz klar Marktführer in diesem Bereich“, schätzt Otto ein. Der Kunde kann die Anlagen in den drei Ausführungen S, M und L erwerben. In Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Platz und der zu realisierenden Prüfaufgabe wird der optimale Gerätetyp gewählt. Typischerweise kommen drei bis vier Kameras zum Einsatz. Anwendungen mit acht Kameras wurden ebenfalls schon realisiert. Über die Vernetzung der Systeme in Kombination mit einem zentralen Datenmanagement kann die komplette Produktion von Stanzbetrieben überwacht werden.
Wechselplatten gewährleisten kurze Rüstzeiten und hohe Flexibilität
Auch die Nürnberger FCI Connectors Deutschland GmbH, eine europäische Produktionsstätte des weltweit agierenden Konzerns FCI Automotive Division, setzt auf die PSS-40. Eine direkt an jeder Presse angeschlossene Prüfstation gewährleistet die hundertprozentige Kontrolle der Stanzteile. Neben der Qualität ist hier auch eine hohe Flexibilität gegeben, verbunden mit kurzen Rüstzeiten. Dafür sorgt der Einsatz von Wechselplatten, die ein schnelles und sicheres Umrüsten gewährleisten. Sie sind für konkrete Messaufgaben exakt einjustiert und bestehen aus einer modular aufgebauten Streifenführung inklusive allen Komponenten der Bildverarbeitung. Durch die variable Streifenführung können Streifen und Bänder unterschiedlicher Breite und Art präzise geführt werden.
Bei so viel Know-how im Stanzbereich ist es unerlässlich, auch in den „Stanzer-Hochburgen“ Präsenz zu zeigen: ein Vertriebsbüro ist im Dortmunder Kompetenz- und Innovationszentrum für die Stanztechnologie e.V. Kist angesiedelt, ein weiteres in Pforzheim. Neben den deutschen Vertretungen ist Otto auch in den USA, Frankreich, Italien und Indien präsent.
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