Karosseriebau

BMW investiert 300 Mio. Euro in Werk Regensburg

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Die Presskraft betrage rund 9100 t, was in etwa dem Gewicht des Eiffelturms entspreche. Mit der 90 m langen Pressenlinie werde auch die Produktionskapazität von Pressteilen um rund 77% gesteigert: Konnten bislang 225 t Stahl täglich verarbeitet werden, liege nun das Produktionsvolumen bei rund 400 t Stahl pro Tag.

Neue Investitionen in Karosseriebau und Fahrzeugmontage

Darüber hinaus werden in den kommenden Jahren in die Technologien Karosseriebau und Montage zusätzliche 300 Mio. Euro investiert, kündigt der Autohersteller an. Im Karosseriebau würden die Gebäudeflächen für Logistik und Produktion um rund 22000 m2 erweitert.

Zugleich würden das Presswerks- und Karosseriebaugebäude miteinander verbunden. Im erweiterten Karosseriebau-Gebäude sollen Roboteranlagen neuester Generation für die Produktion künftiger Fahrzeugmodelle eingesetzt werden. Ebenso werde die Türen- und Klappenfertigung, sie erfolge derzeit ausgelagert im Zweigwerk in Regensburg/Leibnizstraße, wieder ins Stammwerk zurückverlagert.

Neues Montagegebäude bündelt auch Qualitätsprüfung und Finishing

Das Montagegebäude will BMW um circa 3400 m2 Nutzfläche erweitert. Auf den zusätzlichen Flächen könnten in einer Halle alle Qualitätsprüfungs- und Finish-Prozesse gebündelt durchgeführt werden. Dank der kurzen Wege werde der Fertigungsablauf gestrafft, was wiederum zur Kosteneffizienz beitrage. Für die abschließende Qualitätsprüfung der Fahrzeuge werden auch 17 neue Großprüfstände (Rollen-, Fahrwerks-, ABS- und Motortest) eingerichtet, heißt es.

Im Bereich der Endmontage werde das Fügezentrum verlagert und mit neuer Technik ausgestattet. Erweitert beziehungsweise erneuert würden außerdem das Motor- und Aufrüstband, sowie die Scheibenklebe- und Rohrbiegeanlage; zudem werde die Fördertechnik modernisiert.

Neue Pressenlinie liefert Wärme für Presswerk

Bei der Planung und Umsetzung der Investitionen hat BMW nach eigenen Angaben Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Neben der Einsparung von Transporten und CO2-Emissionen sei die Wärmerückgewinnung bei Kühlwasser ein weiteres Beispiel für nachhaltiges Handeln: Die neue Pressenlinie werde mittels Kühlwasser vor Überhitzung geschützt. Im Winter könne diese überschüssige Wärmeenergie des durch die Anlage erhitzten Kühlwassers für die Beheizung des Presswerks genutzt werden. Durch diese Wärmerückgewinnung könnten rund 90% des Heizenergiebedarfs im Presswerk gedeckt werden.

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