Wieder nichts! Bundesweiter Tarifstreit findet kein Ende

Quelle: dpa

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Am 17. November wollen die IG-Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall in Baden-Württemberg versuchen, sich zu einigen, nachdem bisher wieder kein Konsens erreicht wurde.

Wieder ist eine Verhandlungsrunde um die neuen Tarife in der Metall- und Elektroindustrie ohne Ergebnis im Sande verlaufen. Warnstreiks im Vorfeld, die von der IG-Metall unterstützt wurden, haben die Lage nicht einfacher gemacht, sagen Arbeitgeberverbände. Hier mehr dazu.(Bild:  dpa)
Wieder ist eine Verhandlungsrunde um die neuen Tarife in der Metall- und Elektroindustrie ohne Ergebnis im Sande verlaufen. Warnstreiks im Vorfeld, die von der IG-Metall unterstützt wurden, haben die Lage nicht einfacher gemacht, sagen Arbeitgeberverbände. Hier mehr dazu.
(Bild: dpa)

Der bundesweite Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie geht weiter. Sollten nach dem 17. November aber dann keine konkreten Lösungen auf dem Tisch liegen, sei eine weitere Eskalation über Warnstreiks hinaus sehr wahrscheinlich, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger nach der bereits vierten gescheiterten Gesprächsrunde.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Harald Marquardt, machte klar, dass man eine Verantwortung für die knapp vier Millionen Beschäftigten in Deutschland hat. Nun rotiert der Vorwurf einer Verweigerungshaltung als Bumerang zur Gewerkschaft zurück, nachdem er vor einigen Wochen in Richtung Arbeitgeber geworfen wurde. Dennoch zeigte sich Marquardt zuversichtlich, dass eine Einigung in relativ kurzer Zeit kommen kann. Aber auch in Bayern wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis vertagt, wobei es noch nicht mal einen neuen Termin für die Wiederaufnahme der Gespräche gibt, wie man erfährt.

Arbeitgeberseite verärgert über IG-Metall-Verhalten

Seit dem Ende der Friedenspflicht Ende Oktober haben sich der IG-Metall zufolge über 96.000 Beschäftigte allein in Baden-Württemberg an Warnstreiks beteiligt. Gestern nahmen etwa 28.700 Menschen an Protesten im Südwesten teil, wie die Gewerkschaft mitteilte. Auch für heute hatte die IG-Metall mehrere Warnstreiks angekündigt – und zwar vor dem Start der vierten Verhandlungsrunde.

Das habe Marquardt wiederum irritiert sowie verärgert und die Gespräche nicht einfacher gemacht. Denn wozu benötige man heute eine Verhandlung, wenn ab morgen unabhängig vom Ergebnis gestreikt und gewarnstreikt werde? Nach Angaben von Zitzelsberger und Marquardt will man in den kommenden Tagen informelle Gespräche führen. Am 14. November werde der Vorstand der IG-Metall in Frankfurt über das weitere Vorgehen entscheiden.

Im Südwesten soll die Einigung beginnen

Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hatte, wie die Verbände in anderen Tarifgebieten, eine Einmalzahlung von 3.000 Euro und eine unbezifferte Erhöhung der Gehaltstabellen bei einer Laufzeit von 30 Monaten angeboten. In der Regel wird im Laufe der Verhandlungen ein Pilotbezirk vereinbart, dessen Abschluss die übrigen Regionen übernehmen.

Zitzelsberger und Marquardt machten aber deutlich, dass der Grundstein zur Einigung im Tarifstreit im Südwesten gelegt werden soll. Denn Baden-Württemberg habe bei Tarifabschlüssen eine lange Tradition, so Zitzelsberger.

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