Stahlverarbeiter C.D. Wälzholz übernimmt Brasilien-Tochter vollständig

Redakteur: Stéphane Itasse

Der Stahlverarbeiter C.D. Wälzholz hat zum 31. Januar 2011 die alleinige Kontrolle am brasilianischen Unternehmen Brasmetal Waelzholz S.A. in Sao Paulo übernommen. Die bisherige Eigentümerfamilie Souto Vidigal hatte ihre Anteile im Rahmen eines Generationswechsels veräußert, wie der Mittelständler aus Hagen berichtet.

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Mit dem Erwerb der Anteile baut C.D Wälzholz seine strategische Position in Südamerika aus und verstärkt seine Präsenz in den Schwellenländern, die derzeit hohe jährliche Wachstumsraten verzeichnen. Neben dem Ausbau des Engagements in den Wachstumsmärkten investiert C.D. Wälzholz aber auch weiter an den deutschen Standorten in Hagen-Hohenlimburg, Plettenberg, Iserlohn und Oberkochen.

C.D. Wälzholz investiert auch in Deutschland

Der Stahlverarbeiter erweitert seine Kapazitäten, modernisiert die Verfahrensprozesse und beschäftigt sich mit neuen Geschäftsfeldern, darunter Bahnantrieben, Elektroantrieben von Fahrzeugen und erneuerbare Energien. Darüber hinaus sind im Verlauf der Krise neue Produkte unter anderem für die Gas- und Ölexploration entwickelt worden. Neben dem Schwerpunktmarkt Automobil- und Automobilzulieferindustrie ist es C.D. Wälzholz dadurch nach eigenen Angaben gelungen, in neuen Märkten Fuß zu fassen.

Die künftigen Wachstumschancen in Europa sieht C.D. Wälzholz auf eher moderatem Niveau. Im Wesentlichen sind hier Exportimpulse der Kunden bestimmend. Risiken für Folgeinvestitionen in den nächsten Jahren birgt die aktuelle Energiepolitik am Wirtschaftsstandort Deutschland und in Europa.

Unternehmenschef sieht C.D. Wälzholz gut positioniert

Unternehmenschef Dr. Hans-Toni Junius sieht C.D. Wälzholz mit Innovationskraft, Qualität und Service gut positioniert: „Brasilien ist ein Zukunftsmarkt mit großen Wachstumspotenzialen. In Europa müssen wir dagegen sehr genau rechnen. Der Emissionshandel verteuert hier unser Vormaterial Stahl, die EEG-Umlage belastet den Stahl verarbeitenden Mittelstand unangemessen.“

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